A day full of adventures at Spitzkoppe – Day 2

„Stehen wir jetzt auf“ fragt mich Freddy heute morgen im Halbschlaf. „Ja, es ist schon recht spät. Richtige Kletterer wären schon los.“ War angeblich meine Antwort um kurz vor 7 Uhr in der Früh. Zähne putzen, ein Stück Obst auf den Weg und schon sitzen wir im Auto auf dem Weg zum Startpunkt. Die erste Route, die ich mir überlegt habe zu klettern kommt nicht in Frage. Bereits mit den ersten Sonnenstrahlen um kurz nach 7 liegt die Wand in der Sonne. Aber die Klippdachswand liegt im Schatten. Dort ist eine Route im Buch beschrieben, die uns gut anhört. 3 Seillängen mit Schwierigkeitsgrad 12 und 17 (südafrikanische Grade). Es fängt mit einer leichten 12 an, dann ein 45 Meter langes Stück mit der Schwierigkeit 17 (die Herausforderung) und am Ende wieder ein kürzeres Stück mit Grad 12.

Are we getting up already? Freddy doesn’t feel like leaving our sleeping spot. „It is actually quite late already. Real climbers would have left long time ago“ was my answer. After brushing the teeth we grab some fruits and drive already to the mountain.the first route we contemplated about climbing is not an option. Already just after 7am the sun is reaching it. But the Klippdachswand is still in the shade. We find a nice route in the book on this wall. It is a multi-pitch route with 2 pitches grade 12 and one pitch grade 17 (south African grades). The 17 is a 45 meter long pitch and the actual challenge of the route.

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Wir parken das Auto, stärken uns mit Obst. Cremen uns mit Sonnencreme ein und dann fängt schon die erste Herausforderung an. Wir müssen erst zum Felsen wandern. Riesige Felsbrocken versperren den Weg. Schwer bepackt mit je einem Rucksack und einem Seilsack kämpfen wir uns um kurz vor 8 hoch.

We park the car and eat fruits for breakfast. Don’t forget to apply sunscreen and the trip starts. First challenge is to get to the starting point. We need to hike up. We have to scramble over big boulders. Not that easy with a heavy backpack plus a climbing rope.

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Wir sind schon nassgeschwitzt ohne überhaupt angefangen haben zu klettern. Wir haben die Route gefunden. Im Fels steht der Name und die Nummer. Der Anfang sieht machbar aus. Ist er auch. Die erste Herausforderung kommt beim ersten Ankerpunkt. Dort ist kein richtiger Standpunkt. Hängend am Anker sichere ich Freddy hoch zu mir. Dabei haben sich meine Füße nicht wirklich entspannen können. Doch jetzt kommt das lange Stück. Zum Glück ist es sehr gut abgesichert. Spätestens alle 3 Meter kommt ein neuer Haken. Aber Griffe für die Hände gibt es nicht. Ich klettere nur mit meinen Füßen. Muss darauf vertrauen, dass mein Kletterschuh in dem Millimeter großen Vorsprung fest steht. Klettern auf Reibung. Hat nichts zu tun mit dem Klettern in Hallen. Meine Füße fangen an zu zittern. Schlechter Zeitpunkt. Einen Schritt weiter hoch und ich kann das Seil wieder einhängen. Freddy feuert mich von unten an. Motivation brauche ich hier.

We manage to find the route on the wall finally. Sweating already before we even started to climb. But the beginning isn’t too bad. The first challenge starts at the first anchor point where we don’t really have a stance. Still standing in my climbing shoes to keep myself on the wall I belay Freddy so that she climbs up to me. But now the long route is ahead of me. Luckily it is nicely bolted. Every 2 to 3 meters is the next bolt. But there are absolutely no hand holds. I climb only with my legs. Trust in my feet. That they have a solid stand. Lean against the wall. Very different from indoor climbing. It is called friction climbing. My feet start shaking. Bad timing. One step up and I can connect the next quickdraw. Freddy is cheering me. I do need this type on motivation right now.

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Sie ruft mir zu, dass die Mitte vom Seil durch ist. Heißt ich bin jetzt 30 Meter über ihr. Knapp 50 Meter über unseren Startpunkt. An einer Felswand. Kein Platz für Höhenangst hier. Mein Blick richtet sich sowieso nur nach unten um nach einem Platz für meine Füße zu suchen. Ich rutsche. Kein guter Platz. Noch 20 Zentimeter zum nächsten Haken. Zu weit um ihn mit der Hand zu erreichen. Ein bisschen höher mit dem rechten Fuß. Gegen die Wand drücken und Seil einhaken. Geschafft. Zumachen! Mittlerweile läuft die Kommunikation zwischen uns.

Freddy says she got the middle. So I managed to climb 30 meters. 15 more to go. I am right now 30 meters above her on the wall. About 50 meter above our starting point. No space for fear of heights over here. I anyway only look down to find the next spot to put my feet on. One foot slips. Not a good spot. I can almost reach the next bolt. But not quite yet. I look down, my last connection point is 2,5meters underneath me. Slipping down isn’t an option. Push the right foot a bit higher. Press it against the wall. Reach up, click in. Done. Take! Communication is running smoothly between us by now.

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Ich brauche eine Pause. Hänge im Seil. Schaue nach oben. Ich hab nicht genug Exen. Rufe ich Freddy zu. Ich sehe noch 5 Haken, aber noch keinen Ankerpunkt. Ich habe noch 5 Exen an mir. Dabei habe ich 14 Exen mitgenommen. Heißt ich muss mindestens zwei von der Strecke holen. Soll ich dich runterlassen? Ganz sicher nicht. Diese letzten 3 Meter kletter ich nicht nochmal. Ich kletter weiter. Komme recht schnell zum nächsten Haken. Das Stück mache ich nochmal, kannst mich ablassen. Rufe ich Freddy zu und sammle die letzte Exe wieder ein. Dann geht es wieder zwei hoch. Pause. Das zweite Stück war hart. Das nächste scheint leichter zu sein. Ich lasse mich wieder von Freddy zwei Meter abseilen, packe die Exe ein und klettere wieder hoch. Ich kann den Ankerpunkt sehen. Endlich. Ein Handgriff! Gibt es das. Ich ziehe mich mit zwei Fingern hoch. Plötzlich erscheinen die kleinsten Vorsprünge als große Griffe. Ich bin am Anker angekommen. Das war ein hartes Stück Arbeit. Ich setze mich hin. Wenigstens habe ich hier einen besseren Standpunkt. Anker setzen und Freddy zu mir hochsichern. Auch sieh nimmt zwei Pausen ein auf halber Strecke. Was völlig legitim ist bei einer 45 Meter langen Strecke. Mit viel Kraft und Willen schafft sie es zu mir hoch. Zeit für eine Pause. Wir sitzen am Fels, hängen an zwei Haken und Essen einen Apfel. Etwa 70 Meter geht die Felswand gerade nach unten. Aber wir genießen die herrliche Aussicht. Das schwerste Stück ist geschafft. Die letzten 15 Meter sind nur deshalb kein Kinderspiel, weil wir uns so hoch oben an der Wand befinden und bereits unsere Kraftreserven verbraucht haben.

I need a break. Relax in the rope. Look up. Tell Freddy that I don’t have enough quick draws. I do see 5 more bolts but can’t see the anchor. I only have 5 left, even though I had 14 on me. So I will have to climb down and fetch at least 2 more. Freddy is asking if she should lower me. Definitely not now! I won’t climb these last 3 meters a second time. I keep on climbing. Get quite easy to the next bolt. This part I’ll do again, you can let me down. And I collect one more quick draw. Climb up again and the second sequence is again not to difficult. Down and up again. It is getting tiring. I can see the anchor. Finally. There, a hand hold. I pull myself up with two fingers. Suddenly the smallest finger holds seem so big. I reach the anchor. Click in and sit down. Set the anchor and belay Freddy up. She needs as well twice a break on this route. Totally understandable on a 45 meter pitch. With a lot of will power and strength she makes it to the top. Time for a break. We’re hanging on the rock, connected on two bolts and eating an apple. The wall is going down about 70 meters. We enjoy the view. The most difficult part is done. The only reason why the last 15 meter aren’t laugher is because we have barely any strength left.

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Ein Baum steht links neben meinem nächsten Anker. Freddy erwischt die Sonne auf dem letzten Stück. Der Hang ist gerade lange genug im Schatten geblieben. Wir setzen eine Pause ein bevor wir uns wieder abseilen. In zwei Seillängen gelangen wir nach unten.

There is a tree right next to the anchor. The sun catches Freddy on the last few meters. The wall stayed just long enough in the shade. We take a quick break before we abseil down.

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Wieder zurück am Anfangspunkt setzen wir uns erst Mal völlig erschöpft hin. Aber das schwerste Stück ist jetzt wieder nach unten zum Auto gelangen. Ohne Kraft und mit Schwerstarbeit der Knie rutschen und klettern wir über die riesigen Felsbrocken hinunter. Zeit um sich in die Arme zu fallen. 5 Stunden später sind wir wieder am Auto angekommen. Anstatt abzubiegen fahre ich gerade in Richtung Rezeption. Freddy fragt mich wo wir hinfahren. Eine kalte Dusche wäre jetzt richtig schön, findest du nicht? Ich habe ihr nicht gesagt, dass es hier Duschen gibt. Doch jetzt stehen wir darunter. Herrlich erfrischend. Zurück im Camp fragt mich Freddy ob wir Sonnencreme brauchen obwohl wir jetzt im Schatten liegen. Natürlich. Aber nicht jetzt. Halbe Stunde. Wir sind platt. Ich meine noch wir sollten heute noch das Auto aufräumen. Freddy meint „halbe Stunde“. Ich liege da und schaue ins Leere. Lasse meinen Blick schweifen. Bleibe am linken Hinterrad hängen. Der sieht etwas platt aus. Ich stehe auf, schaue ihn mir genauer an. Freddy wir haben einen Platten. Sie steht auf und schaut ihn sich auch an. Sieht nicht gut aus. Ein dicker Stahldraht steckt fest. Den müssen wir wechseln. Wir legen uns wieder hin ohne großes Theater. Halbe Stunde. Jetzt wird erst mal entspannt.

Back at our starting point we just sit down. Completely exhausted. But the hardest part is now now to get down to the car. Without any power and hard hard work we slipping down. Partly on the knees. Over the boulders. 5 hours later we are back at the car. To Freddys surprise I keep on going straight instead of turning off to the camp site. Towards the reception. What would you say about a cold shower right now. I never told her that they do have showers. So refreshing. Back at the camp we lie down on our bed rolls. Doing nothing. Even when I notice that a heavy wire is stuck in the back left tyre we don’t get up. Sort that out later.

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Danach wechseln wir jedoch mit vereinten Kräften den Reifen. Freddy sagt mir in welche Richtung ich drehen muss, ich setze mein Gewicht darauf. Freddy dreht die Schrauben locker, ich halte den Reifen so lange. Ein Auto fährt an unserem Platz vorbei und hält nicht mal an. Sieht wohl so aus als wären hier Profis am Werk. Danach binden wir die hintere Türe fest, denn die ist uns 3 mal während der Fahrt im Camp aufgegangen.

Eventually we do get up and change the tyre in teamwork. Freddy tells me in which direction I need to turn and I loosen the bolts. We lift the tyre together and bring the other one on. Even when a car drives past the camp it doesn’t stop. Seems like some pros are working on the car. Quickly tie the back door closed since it seems to open up in rough terrain with low speeds. And done with heavy work.

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Zum Sonnenuntergang fahren wir um die Felsen herum um die Sonne am Horizont verschwinden zu sehen. Einige französische Touristen in Safarikleidung haben dieselbe Idee.

We drive around the mountain for the sunset. Some French tourists in safari clothes seem to have the same idea.

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Zeit zum Entspannen. Nach so einem Tag genießt man solch Momente noch mehr.

Time to relax. After a day like today you enjoy these moments even more.

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Während die Sonne immer tiefer sinkt erzählen wir uns Reisegeschichten.

We’re exchanging travel stories while the sun is slowly moving towards the horizon.

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Die Sonne verfärbt den Himmel in herrliche orangefarbene Töne.

The sun turns the sky into beautiful orange colours.

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Ein letzter Blick und dann geht es zurück ins Camp.

A last glimpse onto the scenery and time to head back to camp.

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Was für ein Schauspiel zum Abschluss des Tages.

What a spectacle to the end of the day!


Ein Gedanke zu “A day full of adventures at Spitzkoppe – Day 2

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