Another weekend at Spitzkoppe

Die Kinder sind alle in ihren Zelten verschwunden. Ich liege hier auf meiner Matratze. Die Sterne über mir. Mal wieder eine klare Nacht hier an Spitzkoppe. Eine außerordentlich warme Nacht. Zwar habe ich den Schlafsack ausgerollt aber mich auf ihn drauf gelegt. Meine zwei extra Pullis und langen Hosen stecken noch im Rucksack. Das Feuer glüht noch leicht. Ich höre Zirpen in den Büschen. Oder sind es Zikaden? Eine leichte Brise weht durch mein Haar. Eine Sternschnuppe fällt vom Himmel.

The kids are all inside their tents. I’m lying outside on my mattress. The stars above me. Once again a clear night at Spitzkoppe. An unexpected warm night. I rolled out my sleeping bag, but I’m lying on it. My warm clothes are all still in the backpack. The fire is still burning. I hear the cicadas in the bushes. A light breeze is blowing through my hair. A shooting star is falling from the sky.

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Ja jetzt weiß ich wieder wieso ich diese Touren mache. Ich kann mir einfach nichts schöneres vorstellen. Manche nennen es Arbeit. Nebenjob. Verdienst. Ich bezeichne es als mein Leben.

Yes, now I remember again why I am doing these tours to Spitzkoppe. I can’t imagine something more beautiful. Some people call it work. I call it my life.

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Das ist meine Lebenseinstellung. Alles begann mit einem Snowboard. Im Sand. Einem Jobangebot. Einem Lachen. Nachdenken. Mein Hobby – Snowboard fahren – als Beruf auszuüben? Eine Antwort. Ohne zögern. Bin dabei.

It all started with a snowboard. In the sand. A job offer. Some thinking. An answer. Without regrets.

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Und damit beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Einer der zu 90 Prozent draußen statt findet. Und nicht nur aus Sandboarden besteht.

And that is how a new chapter of my life started. A chapter that takes place outside. And doesn’t only consist sandboarding. But as well

Surfen.

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Fahrrad fahren.

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Skydiving.

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Fishing.

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Hiking.

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Having a braai.

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Walking on the beach. With the dog.

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Crayfish diving.

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Playing beach volleyball.

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Climbing.

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Klettern. Zunächst sporadisch. Dann regelmäßig. Als Beruf. Professionell. Hoffe ich. Zumindest arbeite ich daran. Mehr zu lernen. Mich auch in diesem Feld weiterzubilden. Um noch mehr Zeit draußen zu verbringen. Aktiv zu sein. Anderen etwas beizubringen. Gemeinsam zu lernen. Sich gegenseitig zu verbessern. Unterstützen. An der frischen Luft zu sein. Mit Freunden die Natur genießen. Denn das ist was mich glücklich macht. Und das ist der Grund weshalb ich seit 4 Jahren auf dem afrikanischen Kontinent lebe. Seit 3 Jahren in diesem Land arbeite.

Climbing. In the beginning just now and then. Then more regularly. Eventually as a job. Professionally. At least I hope that’s what I do, at least I work on it. To learn more. Educate myself more in this type of sport. To spend more time outdoor. Be active. Teach other. Learn together. Correct each other. Support each other. Enjoy the nature together with friends. That is what makes me happy. And is the reason why I am living since 4 years on the African continent. Since 3 years working in this country.

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Natürlich ist auch hier nicht alles rosarot. Auch ich habe mal Tage wo ich die Touristen nicht leiden kann bevor ich sie überhaupt abgeholt habe. Auch ich streite mich mal mit meinem Boss oder den Kollegen. Aber am Ende sitze ich dann doch auf einer Düne in der Namib Wüste mit dem schönsten Arbeitsplatz und vergesse, dass ich mir soeben einen montag-bis-freitag-Bürojob gewünscht habe, denn das ist das letzte wo ich mich sehe. Für 8 Stunden am Tag hinter einem Rechner. Und wenn ich dann doch einen schlechten Tag habe, weil keiner meiner Freunde etwas unternehmen will, dann laufe ich aus dem Haus an Strand herunter. Blicke aufs Meer. Bewundere den Sonnenuntergang. Und vergesse längst wieder wieso mein Leben so schrecklich war.

Obviously is here as well not everything perfect. Even I get days when I don’t like the tourists before I even picked them up. I am having as well a fight with the boss or the colleagues. But in the end I am sitting on top of a sand dune in the Namib desert. Could be a worse view of your working office. And if I’m having a bad day. None of my friends wanna do something. Then I’ll walk down to the beach. Look at the ocean. Admire the stunning sunset. And all the bad thoughts are blown away and forgotten.

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Zurück zur Gegenwart. Meiner Zeltdecke. Dem Sternenhimmel. Zeit mal wieder eine Aufnahme zu machen.

Back to the moment. The sky above me. Right now. Time to take another picture.

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Es macht mir wirklich Spaß den Sternenhimmel zu fotografieren. Aber auch hier muss ich noch vieles lernen. Doch jetzt ist es Zeit die Augen zu schließen. Morgen geht es früh los. Mit einem weiteren halben Klettertag. Und dann muss ich zurück nach Swakopmund fahren. Auch wenn es nur anderthalb Stunden Fahrt sind, wird man dennoch müde beim Fahren. Nach einem Kletterwochende.

I do enjoy capturing the night sky. But I still have to learn a lot about it. But now it is time to close my eyes. We’ll continue tomorrow. With another climbing session. And then it’s time to drive back to Swakop.

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Seit ich meinen 4 treuen Klettermitgliedern das Klettern im Vorstieg beigebracht habe ist ihre Begeisterung für das Klettern auf ein neues Level gestiegen. Zu meiner Freude. So lässt es sich am besten arbeiten. Mit motivierten Schülern. Ich rede mehr. Erkläre. Beantworte Fragen. Bin für die Sicherheit zuständig. Sie klettern. Sichern sich gegenseitig.

Since I taught my 4 regularly climbers how to lead climb they brought their excitement to another level. That’s how it is best to work. With motivated students. I talk more. Explain a lot. Answer questions. Let them climb. Belay each other.

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Ein wichtiger Teil vom Klettern ist die Kommunikation. Nicht nur um Sicherheit zu gewährleisten. Aber auch um den anderen zu ermutigen. Ihn dazu bewegen in seine eigenen Fähigkeiten zu glauben. Nicht gleich aufzugeben.

An important part of climbing is communication. Not only in order to guarantee safety, but as well to motivate each other. To bring the other one to believe in himself. Not to give up straight away.

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In den letzten Wochen hat sich bei mir einiges getan. Ich bin umgezogen. Ausgezogen. In eine neue Wohnung gezogen. Mein erster wirklicher Umzug. War recht amüsant.

In the past weeks there was quite a bit happening over here. I moved out. Out of my little one bedroom flat. It was actually quite entertaining.

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Umziehen heißt auch wegziehen. Wegziehen von meinem besten Freund. Zak. Der Hund der mich erzogen hat. Der mir gezeigt hat was für liebevolle Tiere Hunde sein können. Dass ich keine Angst vor Hunden haben muss. Und jetzt sitzt er vor der Türe und wartet, dass ich zurück komme.

To move means as well you move away from something. Someone. My best friend. Zak. That dog that taught me how not to be scared of dogs. How to like dogs. And now he’s sitting in front of the gate waiting for me to come back.

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Ich habe ihn aber nicht verlassen. Komme ja jeden Tag zur Arbeit und werde auch schwanzwedelnd hochspringend begrüßt. Hunde sind nicht nachtragend. Die freuen sich immer, wenn du kommst. Davon könnten wir Menschen noch einiges lernen.

But I didn’t leave him completely. Still going everyday to work where he greets me super excited. Dogs aren’t resentful. They always forgive you. Are always excited to see you, even if you were just gone for 5 minutes. Humans can learn a lot from dogs.

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Dann stand mal wieder ein Abschied an. Von Nici und Peter. Aber wir wissen, dass so ein Abschied nicht für lange ist. Jeder der mal in Swakopmund gelebt hat, wird immer wieder zurückgezogen. Für die Lebensweise. Die Natur. Die Leute. Die Bequemlichkeit.

And then there was again a goodbye. Saying goodbye to Peter and Nici. But we know that a goodbye isn’t for long. Everyone who’s been once is Swakop will always get pulled back here. Don’t know what it is. The way of life. The nature. The people. The easy life.

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Und dann habe ich in der Luft weiter gearbeitet. Um meine B Lizenz im Fallschirmspringen zu erhalten. Und jetzt arbeite ich daran meinen jumpmaster zu machen. Um in der Lage zu sein Schüler zu unterrichten. In der Luft. Mein Wissen mit anderen zu teilen. Noch mehr zu lernen. Unterrichten macht mir Spaß. Aber ich bin noch weiter unten auf der Leiter. Aber dieser Schritt wird mir etwas Verantwortung geben. Verantwortung für andere Leute. Es ist nicht einfach. Herausfordernd. Aber mir gefällt es.

And then I worked hard in the sky. To get my skydiving B licence. And now I’m busy working on becoming a jumpmaster. To be able to train students. In the sky. To share my knowledge with other people. To learn lots more about this sport. I like teaching people. I am still at the very bottom of the ladder of skydiving. But this will give me some responsibility. Responsibility for other people. It is challenging. But I like it.

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Genug für heute. Werde euch über meine Fortschritte am Laufenden halten. Und bald gibt es über neue Abenteuer zu berichten =)

Enough for today. Will let you know about my progress. And soon you will hear some interesting stories about another adventure =)


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