Fahrräder, Armbänder und viel Lachen

Ich liege hier auf dem Sofa mit meinem Freund Zak und bin einfach glücklich. Ich fühle mich leicht. Woher kommt das jetzt nur. Nicht, dass ich hier sonst unglücklich bin, aber irgendwie fühlt es sich heute anders an. Total entspannt. Unbeschwert glücklich.

I am chilling on the couch with my buddy Zak. And I am happy. I just feel relaxed. As nothing could stress me right now. Where does this feeling come from. Not that I am not happy here in general. It’s the total opposite. But today it still feels different. Happier than normal. Totally relaxed.

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Woher das jetzt kommt? Es muss mit Tiara zu tun haben. Ich war heute mit Tiara Fahrrad fahren, wir haben Armbänder gemacht und Skipbo (ein Kartenspiel) gespielt. Und ganz viel gelacht. So wie es sein sollte unter Freundinnen. Aber irgendwas ist besonders an Tiara. Oder unserer Freundschaft. Vielleicht weil sie noch ein Kind ist. Tiara ist 11. (Oder 12? Macht für mich keinen Unterschied.) Aber es macht für mich einen Unterschied darin wie ich mich fühle. Viel entspannter. Wir machen Quatsch. Reden Quatsch. Was Kinder halt so tun. Und das erleichtert. Nicht immer ernst sein zu müssen. Erwachsen sein zu müssen. Verantwortungsbewusst zu sein. Wobei Tiara wohl verantwortungsbewusster war als ich. Ich wollte mit dem Fahrrad auf der Straße fahren. Die Straßen sind hier eh alle zweispurig in jede Richtung oder einfach nur sehr breit. Und Verkehr haben wir nicht. Aber sie wollte auf dem Gehweg fahren. Wir haben uns dann für die Beachroad entschieden. Meer links. Palmen rechts. Wir sind Rennen gefahren. Nein kein gefährliches Wettrennen. Ein witziges Wettrennen. Kann ich nicht erklären, würdet ihr nicht verstehen. Wer versteht schon Kinder? Wir haben auf jeden Fall viel gelacht.

Where it comes from? It must have something to do with Tiara. I was cycling with tiara today. We made some bracelets and played cards. Und we laughed a lot. Things what friends are doing. But something is special about Tiara. Or our friendship. Maybe because she is still a child. Tiara is 11. (Or 12? Doesn’t make a difference for me.) But it makes a difference in how I feel. Much more relaxed. We just talk nonsense. Fool around. Whatever kids are doing. Definitely nothing serious. No serious talk. Not being forced to be mature. To behave responsible. Even though Tiara was probably more responsible than I was today. I wanted to cycle on the road. The roads are anyway wide enough for 4 cars next to each other. And there is no traffic in Swakop anyway. But she wanted to drive on the pavement. So we made a compromise. Take the beach road. Ocean on the left. Palm trees on the right. And then we raced. Not dangerous racing. Just like kids. It was fun. We laughed a lot.

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Ja und dann sind wir zu ihr heim gefahren und haben Armbänder gemacht. Perlen auf Schnüre gereiht. Ihre Mutter hat mich komisch angeschaut und gefragt ob mir das Spaß macht. Natürlich, sonst würde ich es nicht machen. Etwas ganz simples. Aber wir lachen reden Quatsch. Und singen I believe I can fly bis wir wirklich glauben, dass wir fliegen können. Oder zumindest die Perlen. Durch den Raum. Wir müssen aufhören. Wir müssen nämlich noch das Kartenspiel Skipbo spielen bevor ihre Oma kommt und sie abholt. Heute übernachtet Tiara bei Oma. Ich überlege wann ich das letzte Mal bei meiner Oma übernachtet habe. Kann mich nicht erinnern. Wir spielen Skipbo. Es klingelt an der Haustüre. Wir müssen das Spiel unterbrechen. Tiara muss gehen. Wieso müssen die Erwachsenen die Kinder beim Spielen immer unterbrechen? Ihr dürft doch auch eure E-Mail fertig schreiben, bevor ihr heim geht? Oder auch nicht?! Wie auch immer, bis nächsten Freitag Tiara. I will see if I have time. Ja, die kleine erinnert mich an mich, in ihrem Alter. Ganz viel Programm, immer beschäftigt. You have nothing on friday. Unterbricht ihre Mama unser Gespräch. Ja, was würden wir nur ohne die Mamas machen. Die alles organisieren, planen, uns herum fahren und erinnern was wir nicht vergessen dürfen. Schreib mir Tiara, du weißt ich habe immer Zeit! Ja, das hat sich geändert. Ich habe keine Termine. Ich besitze nicht mal einen Kalender. Terminplaner. Gibt es hier nicht. Zumindest nicht in meinem Leben. Und das entspannt auch. Keine fixen Verabredungen zu haben. Spontan zu sein. Was ich auch sein muss. In der Tourismusbranche arbeitend.
Wobei seit neuestem habe ich sogar zwei mal die Woche Termine. Dienstags und donnerstags gehe ich in die Kletterhalle. Aber das ist nicht verpflichtend. Ich tue das, weil ich es will. Ich gehe nur dann, wann ich will. Und wielange ich will. Ich habe keine Verpflichtung. Aber ich will hier etwas auf die Beine stellen. Deshalb gehe ich hin.

And then we drove to her house and made some bracelets. Talking nonsense and singing ‚I believe I can fly‘ until we actually believed we could fly. Or maybe only the beads. Flying through the room. We had to stop. Because Tiara still wanted to play cards with me before her grandma is picking her up. She is gonna sleep at her place tonight. I don’t remember when I last slept at my grandma’s place. We are playing ‚Skipbo‘. The door is ringing. Tiara has to go. Why do the adults always interrupt the children by playing? Aren’t you allowed to finish you e-mail before you go home from work? Or maybe not. Whatever, see you next friday Tiara. ‚I will see if I have time.‘ Yes Tiara reminds me on myself when I was a teenager. Always busy. ‚You have nothing on friday‘. Tiara’s mom interrupts our conversation. Yes what would we do without the moms. They plan and organise everything, drive us around and remind us on what we would forget. ‚Just text me Tiara, I have always time!‘ Yes I said that. That is new. That I don’t have any appointments. I don’t have a calender. No schedule. It doesn’t exit in my household. And it is very relaxing. No permanent appointments. To be flexible. Spontaneous. What I have to be. Working in tourism.
Even though I actually have some appointments recently. Two times a week I am going to the climbing gym. But it is not committing. I do it because I want to. I only go there, if I feel like it. How long I want to. And that’s why it is not a commitment. But I wanna build this up. This climbing wall. That’s why I am going there.

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Deshalb hänge ich am Seil und baue eine neue Route auf. Ich wollte lernen mich selbst zu sichern, um unabhängig an der Wand arbeiten zu können. Eine Route aufzubauen, die später von einem 15 jährigen Jungen gemeistert wurde. Beim dritten Anlauf. Ja, es macht mir Spaß in der Halle zu sein. Etwas aufzubauen. Mit den Kindern zu arbeiten. Ihnen etwas beizubringen. Und was ich am meisten liebe, ihre Fortschritte zu sehen. Ja, ich gehe zwei Mal die Woche hin nicht weil ich muss. Weil ich will. Weil es mir Spaß macht.

That’s why I am hanging on this rope setting up a new route. I wanted to learn how to belay myself to be able to work flexible at the wall. To set up a route which a 15 year old conquered an hour later on his third try. To see people progressing. To see my own progress. To work with kids. Teach them something. Talk to them. But what I love the most – to see them progressing! That’s why I go to the climbing wall twice a week because I like it. Because I enjoy it.

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