Abwechslung im Alltag

Es ist kurz nach 15 Uhr. Seit 10 Uhr sitze ich auf dem Hocker hinter der Bar. Naja nicht ganz ohne Bewegung. Das könnte ich wirklich nicht. Ich habe den Tresen mit einem Lappen geputzt und den neuen Warenbestand in Kühlschrank eingeräumt. Das war es dann aber auch so ziemlich. Arbeit in der Bar wäre echt nichts für mich. Wieso ich es dann tue? Man hilft sich aus. An der Bar von Amanpuri arbeiten normalerweise zwei Mädels. Die eine ist vor allem vormittags in der Bar in der Lodge und die andere ist in der Bar an der dropzone. Dort wo die Fallschirmspringer landen. Damit sie Touristen ein Bier vor dem Sprung haben können. Zur Beruhigung. Oder doch lieber ein Wasser trinken wollen. Wie auch immer. Bar Lady Nummer zwei (ja ich bin schlecht in Namen merken) hat gestern ihre Weisheitszähne heraus bekommen. Fällt also für paar Tage aus. Und da wurde ich gefragt, ob ich aushelfen kann. Natürlich, solange Beth mich nicht auf der Düne braucht. Wie sagt Craig immer „We are one family“. Skydiver und Sandboarder. Wir haben mittlerweile beide unser Büro in der Lodge, so dass das mit dem Zusammenarbeiten einfacher wird. Braucht jemand Hilfe mit Transport ist immer jemand da zum Aushelfen.

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Gestern war ich also an der Bar draußen an der Dropzone. Einen Sprung konnte ich dennoch ergattern. Ist ja immer jemand da, der die Bar im Blick hat.

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Gestern war das ganze also noch spannend. Ich habe ja schon ein paar Mal kurz an der Bar ausgeholfen. So neu ist das ganze also doch nicht. Aber heute bin ich in der Lodge. Seit 9:30 Uhr. Am Anfang noch mit Cass zusammen. Wir haben den neuen Warenbestand eingeräumt. Dann ist sie zur Dropzone rausgefahren und ich bin in der Lodge geblieben. Mit Mercha. Mercha ist die Angestellte am activity desk. Sie bringt uns allen Arbeit. Aber heute ist es sehr ruhig in der Lodge.

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Wer kommt auch schon vormittags in eine Bar? Die meisten Touristen sind eh irgendwo unterwegs. Aber die Bar muss offen sein. Von 10 Uhr bis 21 Uhr. Also sitze ich hier auf dem Barhocker. Füße auf dem zweiten Hocker. Ausgestreckt. Ich muss es mir ja irgendwie bequem machen. Aber sitzen ist für mich einfach alles andere als bequem. Ich brauche Bewegung. Zum Glück war ich gestern Abend noch aktiv. 2 Stunden in der Kletterhalle.

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Mit ein paar Freunden bin ich aktiv am Aufbau einer Kletterhalle beteiligt. Was heißt aktiv? Offiziell ist die Halle noch nicht geöffnet. Noch nicht fertig gebaut. Aber ein paar Wände sind fertig und so klettern wir, ändern Routen und befestigen neue Routen. Alles in Teamarbeit. Wie denn auch sonst. Klettern ist ein Teamsport. Und ich habe richtig Spaß darin gefunden. Jetzt habe ich eine Mitgliedschaft in einem Sportverein. Meine erste in Namibia. Es ist mehr ein Sportzentrum als ein Verein. Das Zentrum in dem eben auch die Kletterhalle aufgebaut wird.

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Wir haben mittlerweile schon einige Leute angezogen und somit das Management unter Druck gesetzt die Halle weiterzubauen. So macht werben Spaß. Wenn man einen Erfolg erkennen kann.
Erfolg sehen möchte ich auch beim Langusten tauchen. Die Langusten Saison ist eröffnet und ich habe mein Permit geholt. Jetzt muss ich nur noch die Zeit finden ins Wasser zu gehen. Zwischen Arbeit an der Bar, Sandboarden, Fallschirm springen, surfen und klettern. Oder habe ich noch etwas vergessen? Mit Zak am Strand spazieren gehen ist natürlich auch wichtig. Dieser Hund ist mittlerweile Teil von meinem Leben hier.

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