Von der Wüste ins Grüne

Hier sitze ich jetzt. Im Flieger. Unter mir die Wüste. Und nein zum Unterschied zu meinen letzten Flügen über der Wüste habe ich keinen Fallschirm auf dem Rücken. Nur meinen Kamerarucksack zwischen meinen Füßen. Mit einigen südafrikanischen Rand im Geldbeutel. Ja es geht nach Südafrika. Genauer gesagt Kapstadt. Das erste Mal raus aus Namibia seit ich meinen Einjahres-Arbeitsvisa-Stempel in meinem Pass habe. Ausreisen hat schon mal geklappt. Hoffe, dass das Wiedereinreisen am Montag auch so reibungslos verläuft.

I am sitting in a plane. And no there is for a change no parachute on my back. I have only my camera bag between my legs. And a couple of south african Rand in my wallet. Will see how far I will get with them. Yes I am on my way to South Africa. Or more precisely to Cape Town. It’s the first time I am leaving the country since I got my one year work permit. To leave the country worked already, now I just hope that the reentry on monday will happen as well without any problems.

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Ja ich habe mir eine kleine Auszeit gegönnt. Ein paar Tage weg aus Swakopmund bevor die Hochsaison beginnt und ich keine Urlaubstage mehr bekomme. Eigentlich wollte ich eine Woche bleiben, aber am 2. November haben wir schon 50 Leute auf der Düne, heißt das muss ich zurück sein. Aber 5 Tage Kapstadt ist auch besser als nichts. Ich freue mich wirklich. Seit ein paar Tagen verfolge ich den Wetterbericht. Habe auf Regen gehofft, schließlich kann ich mich gar nicht mehr erinnern wann ich zuletzt Regen gesehen habe. Aber sieht schlecht aus. Es ist nur Sonnenschein vorhergesagt. Ja wirklich katastrophale Wettervorhersage. Ich weiß, ihr sagt jetzt ich spinne, aber so verändert man sich, wenn man in der Wüste lebt. Sonne ist etwas selbstverständliches und Wasser eine Rarität. Achja und was mit dem Wasser kommt das ist die grüne Landschaft. Auf die freue ich mich auch. Auf meinem letzten Roadtrip durch den Norden Namibias habe ich gemerkt wie sehr ich das vermisse. Grüne Landschaften. Berge, Wiesen, Wälder die nach Leben strahlen. Denn gegen Ende der Trockenzeit sieht hier kaum noch eine Landschaft nach Leben aus. In Swakopmund kann man den Frühling spüren und sehen. Ja, das stimmt. Die Blumen blühen, das Gras wird saftig grün und ich brauche keine Wintermütze mehr, wenn ich nach 16 Uhr aus dem Haus gehe. Aber das ist nur in der Stadt. Der Frühling. Dort wo menschenhand die Pflanzen begießt. Wir leben schließlich in der Wüste.
Ich schaue zum Fenster heraus. Immer noch Wüste unter mir. Werde ich sie jemals hinter mir lassen?

Yes I took some time off. A couple of days out of Swakopmund before the busy season starts and I won’t have a chance to get any holiday time. In the first place I wanted to go for a week to Cape Town, but we have already 50 tourists on the 2nd november so I have to be back before that. But 5 days Cape Town is better than nothing. I am really excited. I was following the weather forecast for the last week. I hoped for some rain, because I can’t even remember when I last saw or felt rain. But it doesn’t look good. The predictions show sun only. What a horrible forecast. I know you laugh about me now, but after living for quiet a while in the desert you learn how essential water is. And sun becomes something trivial. Well sure I won’t mind having sunny days in Cape Town. But I thing I am more excited about the green landscape. On my last trip through northern Namibia I realised how much I miss that. I always say I miss snow the most, but in the meantime I am more excited about some green mountains, fields or a forest. You don’t see that at all in the end of the dry season. Yes we can feel the spring in Swakopmund. The flowers bloom, the lush grass is like a therapy for your eyes and it is getting slowly warmer. But that is only in town. Wherever the human hand watered the plants. This is the desert.
I look out the window. Still the desert. Will I ever leave dunes behind me?

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Wolken schieben sich über die Wüste. Jetzt kann ich nicht verfolgen wo die Dünen enden. Aber wir fliegen jetzt sowieso über dem Atlantik.

Clouds are moving over the dunes. Now I can’t see when the desert ends. But we are anyway flying over the ocean now.

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Die Frau neben mir setzt sich weg. Erfolgreich die Reihe verteidigt. Jetzt kann ich entspannt fotografieren, tippen und mich ausbreiten. Bald sind wir da, nur eine halbe Stunde bis zur Landung. Es ist ein kurzer Flug von Walvis Bay. Nur 2 Stunden. Aber ich habe sogar eine Mahlzeit serviert bekommen. War auch notwendig, war schließlich hungrig. Das Flugzeug dreht Richtung Festland. Ich erkenne das Kap unter mir. Wunderschön. Berge. Kleine Seen. Die Stadt.

The woman next to me moves a row to the front. Check Successfully cleaned the seat next to me. I probably annoyed her by taking pictures out of the window. Or typing on my tablet. I don’t care. I am waiting for Cape Town. Half an hour to go. It’s a short flight from Walvis Bay. 2 hours. But we even got served one meal. And snacks later on. The plane is turning now. Towards the mainland. I can see the Cape underneath me. Beautiful. Mountains. Small lakes. The City.

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10 Minuten nach der Landung bin ich schon an der Einwanderungsbehörde vorbei und habe mein Gepäck bekommen. Ich brauche 10 weitere Minuten um den Ausgang aus dem Flughafen zu finden. Dort ist dann auch die Mycitibus Haltestelle. Da wollte ich hin. Öffentliche Verkehrsmittel sind toll. Nach 15 Minuten Wartezeit kommt der Bus und los geht’s Richtung Kapstadt. Kaum eine Stunde nach Landezeit bin ich bereits in der Innenstadt. Unglaublich. Und das soll Afrika sein? Jetzt muss ich nur noch meine Unterkunft finden. Ja, ich war hier schon mal, aber das ist jetzt auch schon anderthalb Jahre her. Ich weiß, dass es auf der Long Street ist also sollte ich es finden. Selbst wenn ich mir nicht sicher bin ob die noch ein Bett frei haben. Ich habe diesmal sogar eine Reservierung gemacht, also vor zwei Tagen, aber ihre Antwort war ‚ja wir haben noch Platz. Bis Dezember dann‘. Ja Zahlen sind kompliziert, 10 und 12 ist fast dasselbe. Wieauchimmer, hier gibt es viele Backpackers also sollte ich schon was finden. Wow es ist verdammt laut hier. Für die, die Kapstadt nicht kennen, die Long Street ist die Partymeile der Stadt. Also selbstverständlich ist es laut. Und ja um 5 am Nachmittag ist hier schon die Hölle los. Ich renne an den Bars und Clubs die mit billigen Cocktails werben vorbei. Und da ist es. Long Street Backpackers. Und sie haben sogar noch ein Bett frei.

10 minutes after landing time I passed the immigration office and got my luggage already. But it takes me 10 more minutes to find out of the airport. Mycitibus station. That’s where I wanted to go. After 15 minutes waiting  the bus arrives and leaves towards the centre. One hour after landing time I am already in the city centre of Cape Town. Is this really Africa? That went all to quick. But now where is my Backpackers? Yes I stayed here before, but how did it look like again? It’s now 1,5 years ago since I left Cape Town the last time. I know it is in the Long Street so I should find it. Even though I am not sure if they have a room available for me, because when I made the booking online they replied to me ‚yes we have space for you, see you in december‘. Reading numbers right is not that easy. However, it’s loud here on the Long Street. For those of you who don’t know Cape Town, the Long Street is the party street of this city. And yes at 5 in the afternoon it is already very busy. I am rushing past all the bars and clubs advertising cheap cocktails and other drinks. There it is. I found it. The Long Street Backpackers. And they even have still a bed available. Cheers.

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Greetings from Cape Town!

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