Tag 7: Messum Krater

Wir sitzen im Auto. Bereit zum losfahren.
Shouldn’t we let someone know about it? fragt Peter bevor er den Motor startet.
Dawie: who?
Me: doesn’t matter – anyone!
Peter: I will phone Bones!
Aber weil der Empfang so schlecht ist, muss er alles doch in eine Nachricht verfassen.
We are leaving the White Lady Lodge now and drive around the south of Brandberg on 4×4 trails towards Messum crater and head tomorrow morning out of the crater back to the coast. If you don’t hear anything by tomorrow night it means that we got stuck and we don’t really have enough food or water for longer. So then you have to send someone.
Ja, die heutige Strecke führt uns weit weg von jeglicher Zivilisation, Handyempfang und Verkehr. Heißt, wenn wir aus irgendeinem Grund liegen bleiben, müssen wir tagelang zu Fuß laufen, um Hilfe zu bekommen. Im Krater kann man Tage warten bis ein Auto vorbeikommt. Normalerweise fährt man aus diesem Grund in solche Gebiete immer mit zwei Fahrzeugen. Aber wir wollen da unsere letzte Nacht verbringen. Also fahren wir los.

We are sitting in the car. Ready to go. When Peter starts asking: Shouldn’t we let someone know about it?
Dawie: who?
Me: doesn’t matter – anyone!
Peter: I will phone Bones!
But because the reception was so bad, he sent a message.
We are leaving the White Lady Lodge now and drive around the south of Brandberg on 4×4 trails towards Messum crater and head tomorrow morning out of the crater back to the coast. If you don’t hear anything by tomorrow night it means that we got stuck and we don’t really have enough food or water for longer. So then you have to send someone.
Yes, our route today brings us far from any road, any reception or traffic. Which means if you get stuck from any reason you have to walk for days to get help. That’s why you enter these areas normally with at least two vehicles. But we wanna camp there the last night. So off we go.

image

Auf kaum befahrenen Spuren im Sand. Die sich immer wieder spalten. Und einer von uns dann immer left oder right ruft. Rein aus dem Gefühl heraus. Schilder gibt es auf solchen Strecken nicht. Dawie versucht den Kompass auf dem IPhone einzuschalten. Es gibt an wir fahren nach Norden. Wir schauen Richtung Sonne und stellen fest: wir fahren definitiv in Süden. Vielleicht Südwesten. Aber definitiv nicht Norden. Also Handy wieder ausschalten. Und rechts! Wir fahren auf zwei Spuren, die aussehen als wäre seit Jahren niemand mehr darauf gefahren. Keep on driving. Es sieht so aus als hätte sich hier ein Eselskarren verfahren. Und wir folgen nun diesen Spuren. Sehr klug. Aber die Richtung stimmt. Und da vorne sieht es nach einem richtigen Weg aus. Ja, wir sind richtig. Wo ist der Messum Krater? Wir suchen den Horizont ab. Sehen nichts. Irgendwann tauchen Berge auf. Wir beschließen, dass das der Krater Rand ist. Wir fahren in die Richtung. Wir müssen das Messum Flussbett finden. Das sieht hier aber alles gleich aus. Wie soll ich ein Flussbett erkennen? Klingt für die meisten von euch wahrscheinlich komisch, aber ja, ein trockenes Flussbett unterscheidet sich kaum von der restlichen Umgebung hier.

On not very used tracks. With a lot of turn offs, where we have to decide if we go right or left. The compass on the IPhone says we are driving north. The sun says we are driving south, so let’s switch the phone off. We have to drive around Brandberg and find the Messum riverbed, which is not so easy. You probably don’t understand why we can’t recognize a riverbed, but trust me a dry riverbed looks almost the same as a dry landscape.

image

Wir finden es dennoch. Und fahren zwischen Welwitschias und Oryx Antilopen Richtung Westen. An Weggabelungen gibt es immer noch das links rechts Spiel. Der erste der ruft, dem wird gefolgt. So gelangen wir zwischen den Kraterwänden irgendwie tatsächlich bis ins Innere des Messum Kraters. Der Messum Krater ist ein Vulkankrater mit einem Durchmesser von etwa 22km. Mit vielen Hügeln im Inneren und am Rand, so dass man ihn nicht komplett auf einmal überblicken kann.

But we find it, the riverbed. And drive between Welwitschias and Oryx towards the west. Somehow we find the way around the hills into the crater. The Messum crater is a volcanic crater with a diameter of about 22km.

image

Dieses Gebiet ist als ecological highly sensible area. Heißt übersetzt steht unter Naturschutz. Weshalb? Da wächst doch nichts denkt ihr euch. Aber ich zeige euch das Gegenteil. Der Grund wieso dieses Gebiet unter Naturschutz steht ist allerdings die Welwitschia Pflanze. Ein weltweites Unikat.

This area is ecological highly sensible because of the Welwitschia plant. It is a worldwide unicum.

image

Keine besonders schöne Pflanze, aber eine Kämpferin.

It is not a very beautiful plant, but it is a fighter.

image

Wir fahren durch den Krater und erkunden ihn ein wenig.

We drive through the crater to explore it a bit.

image

image

Für mich ein Traum diese Landschaft. Ich spiele mit meiner Kamera.

This landscape is a dream. For me. And my camera.

image

Während wir eine zweite Runde fahren entsteht eine interessante Unterhaltung zwischen den beiden Männern.

Peter (dutch): I love this scenery, it’s so special.
Dawie (namibian): For me it’s boring, I grew up here and whenever a landscape looks like this it tells us you will suffer.
Peter: It’s so different from anything we have in Europe. We don’t have places where it’s still so original. This landscape looks exactly the same like hundreds of years ago. In the Netherlands, all the trees you can find have been planted in the last 100 years from men hand. Do you know what that means?
Dawie: So you don’t have old trees?
Peter: We do, like I said up to a 100 years, but they all have been planted from humans. None of them grew naturally at that spot. This what you see here is the original nature.

image

Ein Gespräch das uns alle zum Nachdenken anregt. Wie unterschiedlich wir aufgewachsen sind. In welch unterschiedlichen Welten wir gelebt haben. Und somit welch unterschiedliche Ansichtsweisen wir nun von der ein und derselben Landschaft wir jetzt haben.

This conversation made us to think about it a bit more. About how different we grew up, in what different worlds we grew up and with what kind of different views we are looking to this one scenery.

image

Aber dennoch finden wir einen Schlafplatz mit dem alle glücklich sind. Eine kleine Bucht geschützt vom Wind mit kleinen Höhlen am Hang, wo unsere Matratzen hineinpassen.

But we do find a place to sleep which makes all of us happy. A little bay protected from the wind with some caves in the hill where our mattresses fit in perfectly.

image

Aber zunächst gehen Nici und ich auf Wanderung. Erklimmen diesen Berg hinter uns.

Nici and I are going for a little hiking trip. And climb this hill.

image

Und bewundern die Natur. Die Zeichen des Frühlings sind selbst hier im Felsen zu finden.

We are impressed about the nature. To see the signs of spring even here between the rocks.

image

Über den ganzen Berg verteilt sehen wir diese roten Blüten. Mitten im Fels. Es wirkt richtig irreal.

We find these flowers all over the hill. Between all of these rocks. It seems so unreal.

image

Aber gleichzeitig wunderschön. So viel Leben in dieser Landschaft zu sehen.

But still beautiful. Stunning. To see so much life in this landscape.

image

Wir klettern höher und höher.

We are going higher and higher.

image

Bis wir den ganzen Krater sehen können. Glauben wir zumindest.

Until we can see over the whole crater. At least we think we can see everything.

image

Die Aussicht beeindruckt uns genauso wie der Dollarbusch ganz oben auf dem Hügel oder die zarten grünen Sprösslinge an der tot aussehenden Pflanze.

This view is amazing. And the dollar bush on top as well as the green leaves on this dead looking plant.

image

Zum Sonnenuntergang werden die Stühle in Position gebracht.

We are placing the chairs to watch the sunset.

image

Denn den lassen wir uns nicht entgehen.

We can’t miss that one.

image

In der Nacht zieht der Nebel wieder herein und erinnert uns daran, dass wir bald wieder ins neblige Swakopmund müssen.

As the night comes, the fog visits us and tells us, that foggy Swakopmund isn’t far anymore.

image

Zunächst leere ich allerdings noch das Wasser aus der Kühltasche auf die Welwitschia. Auch wenn die Jungs meinen ich bringe sie damit um, weil die noch nie so viel Wasser auf einmal erhalten hat.

But I empty first the water of the cooler box on the Welwitschia plant before we head back.

image

Auf dem Rückweg fahren wir durch ganze Welwitschia Felder. Also Geröllfelder. Mit Welwitschias zwischendrin.

We drive through fields of Welwitschia plants on the way back. Or fields of rocks with Welwitschias in between.

image

Und Feldern voll mit Tsamma Früchten.

And fields full with the Tsamma fruits.

image

Ja, die Wüste lebt!

Yes, the desert is alive!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s