„Der Wind soll aufhören – mach mal die Türe zu!“

Anja liegt neben mir auf der Matratze. Unterm Sternenhimmel. Müde vom Sterne zählen. Müde von einem Tag mit viel Sonne. Müde von vielen Eindrücken und Gerüchen. Und müde vom Autofahren. Und zu müde um aufzustehen und ins Zelt zu krabbeln. „Der Wind soll aufhören – mach mal die Türe zu!“ Was hast du gerade gesagt? Wie aus dem Nichts kam dieser Satz. Und jetzt Falle ich von der Matratze vor lauter Lachen. Der hatte es in sich.
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Anja ist mit mir im Kombi zur Arbeit gefahren. Gemeinsam haben wir die Kunden abgeholt.
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Wir sind zusammen Sandboarden gegangen.
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Sind dem Wind getrotzt.
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Und in Sandwich Harbour im Sandsturm gelandet.
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Jetzt wurde es Zeit gemeinsam einen Roadtrip zu starten. Nur Anja und ich. Und dem Polo Vivo.
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Heute morgen laufe ich erneut um 8 Uhr in die Metzgerei um Steaks zu kaufen und werde kurz darauf von Naomi im Bottle Store erwischt. „At that time Anne? Really?“ Sorry, aber ich kaufe für einen Roadtrip ein. Auch Alkohol. Für die Abendstunden am Lagerfeuer.
Nach einem letzten Mittagessen am Meer fahren wir auch los. Ja, am Meer. Und nein, wir hatten keine Jacke an. Eastwind weather – es ist heiß in Swakop. Im Winter.
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Erster Stopp: Cape Cross. Seal colony
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Ich war noch nie dort. Mir hatte es bisher gereicht zu wissen, dass es dort fürchterlich stinkt. Weshalb es mich nie hingezogen hat. Bis heute. Anja bringt mich an neue Flecken in Namibia. Beeindruckend diese tausenden von Seerobben. Aber es stinkt abartig. Und der Geräuschpegel. Wahnsinn.
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Danach geht es über Schotter und Stock und Stein Richtung Brandberg. Wir entdecken ihn früh. Fahren kilometerlang geradeaus mit Spitzkoppe auf unserer Rechten und dem Brandberg auf der Linken.
Bei einem kurzen Stopp meint Anja „ich geh Mal kurz hinter den nächsten Busch“. Ich wünsche ihr nur viel Spaß beim Suchen. Da ist kein Baum weit und breit.
Es wird noch ein Gruß an die Handball Mannschaft geschickt. Unser Trainer nennt dies Anne’s Übung. Hier meine lieben Mädels & Murat: ja, diese Position muss man in der Wüste halten können 😉
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Irgendwann erscheint ein Schild „White Lady Lodge 10km“. Endlich! Wir biegen ab in der Hoffnung in wenigen Kilometern am Campingplatz am Brandberg anzukommen. Jedoch haben wir das Kleingedruckte überlesen „10km to the next turn off“. Ja, die Sonne sinkt tiefer. Wir fahren direkt auf sie zu ohne die Straße zu sehen. Ich fahre nach Gefühl. Im Wissen, dass in Namibia alle Straßen geradeaus verlaufen. Allerdings macht diese natürlich 100 Kurven auf den letzten 20 Kilometern. Und ist in katastrophalem Zustand. Mein Polo schlägt sich aber tapfer.
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Während Anja den Sonnenuntergang bewundert kämpfe ich mich die letzten 10 Kilometer zur Lodge durch Sand und über Felsen. Ohne zu übertreiben. Das war definitiv nur für Allradfahrzeuge. In der Lodge angekommen ruft mir auch ein Junge zu „Your tyre es broken“, allerdings war nur die Radfelge abgesprungen. Alles nochmal gut gegangen. Also jetzt nur Campsite nahe an den Waschanlagen finden und dann Feuer machen.
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Ah ich habe ganz vergessen, dass wir heute noch andere Tiere außer Robben gesehen haben. Einmal habe ich angehalten um Anja einen Vogelstrauß und eine Herde Springböcke zu zeigen.
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Mittlerweile habe ich mich ins Auto verkrochen, weil der Wind peitscht. Anja schläft auf meiner Matratze. Ich glaube ich muss mir ein neues Bett suchen…

P. S.: Gibt es am Brandberg Ostwind? Der Wind ist echt stark. Sandsturm stark. Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist draußen zu schlafen. Aber habe ich eine Wahl? Nicht wirklich.

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