Sandwich Harbour

Heute nach dem Abendessen laufen wir und kommen an einer schwarzen Katze vorbei. „Schau Mal Anne, das ist eine afrikanische Katze!“ Ja Anja, die kannst du auch im Tagebuch erwähnen bei welche Tiere ich in Afrika gesehen habe. Die afrikanische Katze, ganz in schwarz. (Jeder, der diesen Scherz nicht verstanden hat und meint, dass dieser Kommentar zu rassistisch war, sollte nicht weiterlesen.)
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Aber jetzt zurück zum Thema. Wochenende in Sandwich Harbour. Es ist Samstag morgen um kurz vor 8. In Deutschland stehen alle in der Schlange vorm Bäcker, um Brötchen zu kaufen. In Afrika steht Anne vor der Metzgerei und wartet, dass sie aufmachen. Zwei Oryx Steaks bitte. Um 5 nach 8 stehe ich im bottle store. Alkohol einkaufen. Ja, ich weiß, dass es früh morgens ist. Aber wir fahren jetzt los und mitten in der Wüste gibt es kein Restaurant und auch keine Brauerei.
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Mit drei Autos in einer Kolonne fahren wir Richtung Walvis Bay. Der Bakkie vorne als führender Wagen mit Martin als Guide, der zuletzt vor 8 Jahren in Sandwich Harbour war. In der Mitte der Cruiser mit Bones hinterm Steuer und Anja und mir auf der Rücksitzbank. Hinter uns der Kombi. Mit Allradantrieb und zwei Hunden an Board. Unser erster Stopp: Walvis Bay. Flamingos anschauen. Das ist kein Zoo. Das ist die wilde Natur.
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Kurz hinter Walvis Bay wird Luft aus den Reifen gelassen und das Allradgetriebe eingeschaltet. Es kann losgehen.
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Zunächst noch im Flachen, wo wir drei Straußen begegnen.
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Danach geht es die Dünen hinauf. Steil, Steiler, zu steil gibt es nicht.
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Wir fahren Achterbahn durch die Dünen.
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Ab und an gibt es Verschnaufpausen. Entweder um auf den nächsten Hügel zu laufen und zu sehen, wie es dahinter weitergeht, oder um einfach nur Luft zu schnappen. Oder um einen Wagen aus dem Sand zu ziehen. Es ist Eastwind weather. Das heißt sehr heiß. Weshalb der Sand extra weich ist. Da kann man schon mal schnell stecken bleiben.
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Kurz vor unserem Ziel, der höchsten Düne in Sandwich Harbour ist allerdings Schluss. Wir kommen Kordiac hinauf. Es gibt doch ein zu steil.
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Was nun? Über die Dünen zurück ans Meer und auf Ebbe warten. Dann sollten wir am Strand entlang fahren können. Während der Wartezeit wird ein schnelles Feuer entfacht und Mittagessen zubereitet. Etwas später halten wir wieder, weil wir immer noch nicht um die Dünen herum kommen.  Während die anderen die Fluten untersuchen, steige ich direkt am Meer die Düne hinauf. Mit meinem Brett. Oben angekommen haben ich eine traumhafte Aussicht. Auf der einen Seite Dünen so weit das Auge reicht, auf der anderen den endlos weiten Ozean. Herrlich. Boots anziehen, Bindungen festziehen und los geht es. Im Slalom hinunter ans Meer. Herrlich. Was für eine Abfahrt. Von der Wüste ins Wasser.
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Doch wer hat mit der Springflut gerechnet? Ja, die Gezeiten zu lesen ist wichtig, wenn man am Meer entlang fahren will. Naja und da heute Vollmond ist, erwarten wir höhere Fluten als üblich. Also umkehren und Camp in den Dünen aufbrechen. Irgendwo, wo man den Sonnenaufgang bewundern kann. Und wo wir etwas windgeschützt sind. Und vielleicht auch geschützt vor den Schakalen?
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In dieser Vollmond Nacht werden jegliche Taschenlampen überflüssig. Mondauf- und -untergang sind beeindruckend. Auch die Schakale beeindrucken mich. Sie geben nicht auf in der Hoffnung etwas von unserem Grill zu erhaschen. In der Nacht schleicht sogar eine Hyäne durch unser Lager.
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Doch so wie die Sonne am Horizont auftaucht, fängt der Ostwind an zu blasen.
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Und wir packen unser Camp im Sandsturm zusammen. Ab nach Sandwich Harbour. Jetzt ist die Ebbe tief genug.
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Und der Weg zu Sandwich Harbour plötzlich unglaublich anspruchslos. Aber atemberaubend.
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Und da sind wir.
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In Sandwich Harbour. Bei den Flamingos. Und den berühmten Dünen, die ins Meer fallen. Einfach einzigartig.
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Wir machen uns aber schon bald auf den Rückweg, weil wir nicht in Sandwich feststecken wollen, weil die Flut uns überrascht. Das hieße 12 Stunden warten. Warten auf die nächste Ebbe. Stattdessen fahren wir den gesamten Weg von Sandwich bis Walvis Bay am Strand entlang. Wunderschön. Und auch hier entdecken wir wieder einen Schakal. Direkt am Strand. Vor dem Ozean. Im Sand. Was für ein Bild.
This is Africa.

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