Arbeit im Sand, eine namibische Hochzeit und sandige Spaziergänge

Die Zeit verfliegt und ich stelle fest ich bin schon wieder einen Monat in Namibia. Die ersten Wochen waren recht entspannt, dann wurde es hektisch über das Independence-weekend und anschließend Ostern. Habe fast zwei Wochen durchgearbeitet. 12 Tage. Ich weiß, klingt nicht viel, aber irgendwie habe ich mich gestern sehr gefreut frei zu haben.

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Ich wieder voll im Rhythmus drin, das English ist wieder im Kopf und auch meine Landungen werden immer sicherer.

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Ja, ich komme auch auf meine Kosten. Sobald wir nicht zu viele Kunden haben, schleppe ich mein Brett mit hinauf und nutze jede Lücke, um selbst zu fahren. Es macht richtig Spaß. Aktuell übe ich das Springen. Ein normaler Sprung ist keine Herausforderung mehr. Ich lande ihn problemlos. Etwas in die Luft hochschießen kann ich mich auch schon. Der nächste Schritt muss der Grab sein. Mal sehen wie lange es dauert bis ich das Brett mit meiner Hand im Sprung berühren kann.

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In der Zwischenzeit habe ich sogar eine Hochzeit in Namibia erlebt. Und ja, ich hatte ein Kleid und hohe Schuhe an. Aber lange habe ich es jetzt draußen am Empfang ausgehalten. Wir haben heute auf Winterzeit umgestellt. Wir erleben den Herbst mit wärmender Sonne tagsüber und kühlen, aber wunderschönen Sonnenuntergängen am Abend. Die Nächte sind schon fast winterlich kalt. So auch auf der Hochzeit. Der Sonnenuntergang am Strand war wunderschön, aber danach nichts wie an den wärmenden Ofen. Der formelle Teil dieser Hochzeit wurde sehr kurz gehalten. Zur Freude aller. Danach wurde gemütlich gegessen, ein, zwei oder vielleicht auch mehr Gläser Wein getrunken und irgendwann mit Schwung getanzt. Auf weißen Rosenblättern. Und etwas Sand zwischen den Zehen. Der Sand fehlt einfach nie, wenn man in der Wüste lebt. Und am Ozean gleichzeitig. Wüstensand. Beachsand. Irgendein Sand ist immer auf deiner Haut. Aber ich liebe das. Genauso wie das Tanzen. Auch wenn ich mit den Tänzen auf die Afrikaanse Musik noch meine Probleme habe. Doch kurz bevor ich gehen wollte, kam doch noch ein Lied, das mich fast umgehauen hat. Die ersten Takte erklingen. Moment, das ist doch- Die Musik wird lauter. Tatsächlich, das ist Helene, Atemlos! Ich glaube es nicht. Ich schaue auf die Tanzfläche. Niemand tanzt. Und wieder zur Bar. Wollte ich nicht gerade eine Getränk holen? Ich blicke wieder zur Tanzfläche. Helene fängt an zu singen. Wo ist meine Handball Mannschaft? Die würden mit mir jetzt die Tanzfläche stürmen. Niemand sonst kann so gut auf dieses Lied tanzen und singen wie meine Mannschaft. Egal. Ich muss da jetzt drauf tanzen. Und siehe da. Kaum bewege ich mich im Takt, kommen mehrere hinzu und singen sogar mit. Helene ist wohl auch bei den deutschen Namibiern bekannt. Ich lache und genieße es.

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So genieße ich auch meine Spaziergänge mit dem Hund am Nachmittag. Er ist so ein glücklicher Hund. Ich muss ihm nur zusehen wie er am Strand herumrennt, springt und auf mich Schwanz wendelnd zugerannt kommt und schon muss ich lächeln. Oder lachen. Ich lache viel, wenn ich mit ihm spazieren gehe.   

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