Spaziergang durch das Flussbett

Heute vor einem Jahr stand ich das erste Mal auf einem Sandboard. Über diesen speziellen Moment heute habe ich in Englisch berichtet.
In diesem Artikel werde ich dafür über den Spaziergang heute Nachmittag mit Katelyn durch das Flussbett erzählen.

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Katelyn (12)  ist die Tochter von Martin, einem Pilot, der in Swakopmund wohnt. Irgendwie kamen wir auf die Idee durch das Flussbett zu spazieren. „It’s gonna be fun!“ Hab ich gemeint. Dann haben wir Wasser, meine Kamera und Zak eingepackt und haben uns der Fluss hoch fahren lassen. Wir wollten von der Brücke wo die Flamingos im Wasser sitzen bis an den Atlantik laufen. Einfach im Flussbett entlang. Es ist strahlendblauer Himmel also los geht’s!

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Eigentlich wollten wir mitten durch das Flussbett. Allerdings haben wir nicht mit so reichhaltiger Vegetation gerechnet, weshalb wir erst Mal auf das linke Ufer ausgewichen sind. An dieser Vegetation kann man sehen, dass im Flussbett durchaus noch Wasser ist. Also tief im Sand drin. Sehen kann man keines.

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Zak rennt umher. Mal links von uns, Mal rechts, dann vor uns und ab und an auch hinter uns. Er riecht die frischen Spuren des Springbocks lange bevor wir es sehen. Ich erkenne es erst als wir eine kleine Verschnaufpause machen.

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Während Katelyn auf der Suche nach schönen Steinen über die Felsen klettert entdeckt sie einen Chameleon. Einen, der gerade seine Haut wechselt. Wir beobachten ihn eine Weile.

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Dann geht es weiter. Flussabwärts.

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Die 6 Kilometer bis zur Mündung ziehen sich. Ich muss mir einige Gedankenspiele ausdenken, um Katelyn bei Laune zu halten. Aber sie will es machen. Auf halber Strecke übernehme ich beide Rucksäcke.
Kurz bevor wir auf die Küste stoßen kommen wir an einer Lagune vorbei. Während ich kurzzeitig in einer Hecke festklemme, macht Katelyn einen Schritt zu weit und steckt mit dem linken Fuß bis zur Hüfte im Schlamm. Ich muss lachen. Sie findet es nicht witzig. Sie kommt nicht heraus. Ich suche festen Boden und ziehe sie aus dem Matsch. Sie ist von den Zehen bis zur Hüfte schwarz. Ihren weißen Schuhe erkennt man nicht mehr. Ich beruhige sie und sage ihr, dass wir das hier gleich im Meer auswaschen können. Sie beruhigt sich aber erst, als sie die Hälfte des Schlamms auf mich übertragen hat. Also rennen wir beide ins Meer um sauber zu werden. Sogar Zak springt mit uns durch die Wellen. Danach ist sie nur noch hungrig. Müde und hungrig. Kein Wunder, denn es ist auch schon nach 18 Uhr. Wir waren gute zweieinhalb Stunden unterwegs. Durch Büsche, Gras und größtenteils Sand. In der prallen Sonne. Immer in die Richtung, aus der der Wind bließ.
Es war schön. Ein toller Spaziergang an meinem einjährigen Jubiläum.

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