Erster Tag auf der Düne

Vor fast einem Jahr stand ich tatsächlich das erste Mal auf der Düne. Damals noch als Tourist. Auf meiner Reise von Daressalam nach Kapstadt. Doch schon auf dieser Reise fing ich 5 Tage nach dem ich dort als Tourist ankam bereits mit arbeiten an. Als Aushilfe über die Osterfeiertage. Für mich waren es Schicksalstage. Da mir dann dieser Job als Sandboarding instructor angeboten wurde. Und ich einen Monat später wieder nach Namibia geflogen bin und wirklich meinen ersten Tag als offizieller Instructor hatte. Anfang Juni 2015 war das. Und ich arbeitete ganze 6 Monate auf der Düne. Dann 3 Monate Urlaub. Winter in Deutschland (Österreich, Schweiz, Florida, Belgien, Holland). Und am 28. Februar ging es dann wieder zurück. Wieder nach Namibia. Wieder in die Wüste. Nur diesmal sehr weiß. Meine Freunde haben mich „Schneemann“ genannt. Womit auf meine Hautfarbe Bezug genommen wurde. Meinen ersten Sonnenbrand hätte ich ja fast noch auf dem Rollfeld in Windhoek bekommen. Deshalb war ich gewarnt. Vor dem ersten Tag auf der Düne. An einem heißen Spätsommertag in Namibia in der Wüste.
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Wie merke ich dass ich lange weg war? Die Snowboardschuhe im Regal in der Werkstatt sind ein einziger Chaoshaufen. Naja, also erst aufräumen und dann einpacken. Wie als wäre ich nie weg gewesen sagt meine Chefin Beth zu mir „you go first to organic square and then to Europahof. “ Wie als wäre ich in der Zwischenzeit nie im Rechtsverkehr gefahren, setze ich mich in den Kombi, biege ab und fahre automatisch auf der linken Spur. Alles easy.
Bis zu dem Zeitpunkt wo ich anfangen musste die Düne hochzulaufen. War das wirklich mein Wunsch hier zu arbeiten? Meine Chefin meint ja. Ich fluche. Zwischen dem vielen Keuchen. Doch auch ein erster Arbeitstag geht irgendwann zu Ende und ich lande zurück in meinem Zimmer. Ohne Sonnenbrand. Worauf ich sehr stolz bin!
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Ordnung machen. Alles was mir nicht gehört unter den Tisch schieben. Ins Regal räumen. Wegschmeißen. Erst fluche ich noch, weil der Schrank verschwunden ist. Aber nur solange bis ich feststelle, dass ich gar nicht so viele Kleider habe und alles auf das Bänkchen passt.
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Dann Zimmer dekorieren. Will mich schließlich zu Hause fühlen. Gelbe Farbkleckse verteilen. Meine Fotobücher auf den Tisch stellen. Sprüchekarten an die Wand kleben. Ich liiiiiiiiiebe Sprüche. Karten. Beides. In Kombination.
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Mein Nachbar Jason meint jetzt sieht mein Zimmer aus wie das eines Teenagers. Mich stört das nicht. Muss schließlich nur mir gefallen. Und ich fühle mich wohl darin.
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Und genau das tue ich jetzt in dem Zimmer. Mich wohlfühlen.
Gute Nacht!

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