5 Aktivitäten in 24 Stunden – challenge accepted

Um 3 Uhr wache ich auf nach 4 Stunden Schlaf. Und liege hellwach im Bett. Really? Zumindest eine weitere Stunde Schlaf sollte ich noch erhalten. Denn heute ist die große challenge auf dem Tagesplan. Des und ich haben sie zusammengestellt.

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5 Aktivitäten in 24 Stunden:
– 6 Uhr surfen
– 7:30 Uhr crayfish diving (Langusten fangen)
– 10 Uhr Fallschirmsprung
– 14 Uhr eine Felswand hochklettern
– 20 Uhr sandboarden (Vollmond boarden)
-> Der Bikini wird die ganze Zeit getragen
-> vor und nach jeder Aktivität wird ein shot getrunken
Des und ich haben ein Auto, einen Fahrer und eine Kamerafrau organisiert. Am Dienstag Abend hat Nici gesagt, dass sie gerne mitmachen würde. So wurde aus dem Plan eine blondy challenge.

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Beth hatte Des und mich gestern ausgelacht, weil wir beide zusammen alles so „deutsch“ organisiert haben. Alles im Voraus vorbereitet und geplant. Aber was macht ihr Mädels, wenn das Wetter nicht mitspielt? Der Nebel am Himmel hängt, so dass der Fallschirmsprung nicht stattfinden kann? Oder die Nacht nicht klar ist, so dass Vollmond sandboarden nicht möglich ist? Keine Sorge, diese Varianten haben die beiden Deutschen auch bedacht. In diesem Fall wird die Reihenfolge der Tätigkeiten verändert.
Um 5:10 Uhr steht Des mit dem Landcruiser vor meiner Garage. Es ist noch stockdunkel. Wir packen die Snowboards neben die Surfboards auf das Dach. Ein lustiger Anblick.

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Danach holen wir Nici und Martin, unseren Fahrer, ab. An Pebbles ist unserer erster Stopp. Surfen ist angesagt. Noch ist es dunkel.

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Doch bis wir unsere Wetsuits anhaben, können wir den Ozean sehen. Es ist sehr neblig, weshalb wir keinen Sonnenaufgang sehen können. Das hält uns aber nicht davon ab ins Wasser zu gehen. Wir stürzen uns in die Wellen. Als Des schon wieder draußen aus dem Wasser ist, erwischen Nici und ich noch eine Welle zusammen. Wir knien nebeneinander auf unseren Surfbrettern. Auf noch ein Mal rauspaddeln und eine letzte Welle erwischen. Was ist da? Schau Nici! Eine Robbe! Etwa 5 Meter taucht sie neben uns aus dem Wasser auf. Wir bleiben stehen. Sie taucht unter und kommt wieder aus dem Wasser heraus. Sie schaut uns an. Es ist eine noch Recht junge Robbe. Sie taucht noch einige Male unter und kommt immer wieder aus dem Wasser hervor. Wie schön ist das bitte? Ok, wir nehmen die nächste Welle, um zurück zum Strand zu kommen. Alles klar. Paddeln uuuuuuund… versammt. Nici hat die Welle erwischt, ich lag mit dem Gewicht zu weit hinten auf dem Brett und habe so hat die Welle mich nicht mitgenommen. Ich drehe mich um. Die Robbe ist jetzt 2 Meter neben mir. Taucht ein, taucht einen Meter neben mir wieder auf. Taucht ein, taucht hinter mir wieder auf. Taucht ein, taucht rechts von mir wieder auf. Taucht ein, berührt meinen Fuß im Wasser und taucht zwischen meinen Füßen hindurch. Wow. Dann legt sie sich neben mir auf den Rücken im Wasser und streicht mit den Flossen über ihr Gesicht. Es sieht so aus, als würde sie ihr Gesicht verstecken. Die Robbe erinnert mich in dieser Position an Zak, den Hund. Ich lächel. Was für ein tolles Erlebnis. Jetzt bin auch ich bereit mit einer letzten Welle zurück zum Strand zu gelangen und die erste Aktivität abzuschließen.

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Vor jeder Aktivität trinken wir einen Erdbeerlimes shot, danach einen Gemsbocki (Kalua & Amarula).
Wir behalten die Wetsuits an und springen wieder in das Auto. Es geht Richtung Walvis Bay, doch im Zentrum halten wir an, um Kaffee zu kaufen. Des bringt Kaffee für alle aus dem Café.

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Wir lachen weil die Leute sie komisch anschauen. Des im Wetsuit im Café. Vor mir ist die food box. Obendrauf liegt ein Teller mit Weihnachtsplätzchen. Alle von Des in der Bäckerei gebacken. Die anderen lachen, weil ich einen Bierkarton für das Essen ausgewählt habe.

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Kurz hinter Swakopmund biegen wir von der Hauptstraße ab und fahren an Strand. Crayfish diving ist angesagt. Wir ziehen Schuhe, Handschuhe, einen Gürtel mit Gewicht und eine Taucherbrille an.

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Dann geht es ins Wasser. Verdammt ist das kalt. Eiskalt! Im nassen Wetsuit in kaltes Wasser zu steigen ist nicht sehr angenehm. Und das Wasser hier ist definitiv viel kälter, als am Surfspot. Die Strömung ist sshr stark. Die Jungs erklären uns später, dass das keine gute Idee war heute tauchen zu gehen, da bei Vollmond die Strömung immer sehr stark ist. Naja, wir kämpfen also jetzt im Wasser. Und tauchen. Puuuuh, DAS ist kalt. Es fühlt sich an wie brain freezing. Aber wir ziehen es durch. Fast eine Stunde sind wir im Wasser.

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Halb erfroren aber lächelnd kommen wir aus dem Wasser zurück.

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Keine Prachtexemplare, aber 6 an der Zahl sind es.

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Und jetzt schnell raus dem nassen Anzug. Nur den nassen Bikini müssen wir anlassen. Das ist Teil der Challenge. Der Bikini wird die ganze Zeit getragen. Zurück im Auto schauen wir auf das Handy und bekommen die Nachricht, dass der Fallschirmsprung wegen dem Nebel auf 12 Uhr verschoben wurde. Des und ich schauen uns an. Change of plans, we go rock climbing now and after that skydiving! Die Skydiver haben uns heute als einzige Kunden. Wir bitten sie uns auf 14 Uhr zu verschieben, damit wir das Klettern vorziehen können. Wir halten kurz in Martins Wohnung, wo Bones uns Kaffe und Tee zum Aufwärmen serviert. Danach geht es gleich weiter. Mit Bones. 45 Minuten Fahrt bis ins Flussbett. In die Sonne. Dort angekommen creme ich erst Mal Nicis Rücken mit Sonnencreme ein, damit sie sich nicht wieder verbrennt.

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Wir genießen die Wärme hier draußen.

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Sobald Bones das Kletterseil befestigt hat bin ich die erste, die die Felawand hochklettert.

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Nici und ich haben als kleinen Zusatz hinzufügt, dass wir oben angekommen ein Bier trinken müssen, bevor wir wieder herunter dürfen.

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Als letzte von uns Dreien ist Des an der Reihe. Auch sie schafft bis nach oben.

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Wir alle drei sind in weniger als einer halben Stunde fertig. Bitte was? Und Des hatte schon bedenken, ob wir es bis 14 Uhr schaffen. Es ist noch nicht Mal 12 Uhr! Also was nun?

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Die beiden Männer fragen uns, ob wir jemals in der Höhle bei den Rossing Bergen waren. Nein. Also los!

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Geradeaus durch die Wüste. Ich weiß nicht woran die beiden sich orientieren.

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Doch irgendwie finden sie die Höhle. Das Loch im Boden besser gesagt.

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Das ist eine Höhle? Über eine Holzleiter steigen wir etwa 3 Meter in die Tiefe. Dort geht es gebückt weiter. Bones zündet die Kerzen an, die hier verteilt in der Höhle sind. Es ist keine große Höhle, aber schön ist sie. Durch Gänge und Löcher kriechen wir immer tiefer hinein. Am Ende stoßen wir auf Knochen von zwei Hasen. Die wurden wohl bei den letzten Regenfällen hier hinein gespült (kann mir nicht vorstellen, dass es hier jemals regnet, mitten in der Wüste).

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Anschließend machen wir uns auf den Weg zur Dropzone. It’s time for skydiving. Allerdings sind die Deutschen Mädels zu früh. Wir warten noch eine Weile in der Sonne bis die Crew kommt. Floor und ich haben unterschiedliche Empfindungen für Wärme.

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Dann ist es so weit. Das Flugzeug ist da. Der Nebel zieht allerdings wieder landeinwärts. Jetzt heißt es hoffen und bangen. Wenn die den Fallschirmsprung absagen, weil der Himmel zugezogen ist, ist alle Anstrengung umsonst.

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Nici ist die erste an der Reihe.

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Mir sieht man trotz Sonnenbrille die Anstrengung des Tages bereits im Gesicht an.

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Dann ist es Zeit für Des und mich. Ab ins Flugzeug.

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Im Flugzeug fangen meine Beine an zu zittern sobald sich Gregoire an mich lehnt. Komm schon, du musst immer noch die Düne hochlaufen! Nach 25 Minuten heißt es springen. Ich mache alles schon aus Routine. Füße unter das Flugzeug, Hände an den Gurt, Kopf in Nacken. Und los. Ah ein Salto in der Luft. Wo ist oben und unten? Da ist die Wüste! Ich lächel in die Kamera. Dries fängt an zu drehen. Schnell, sehr schnell. Kurz darauf öffnet er den Fallschirm. Während Des und ich in der Luft mit den Fallschirmen im Kreis fliegen, läuft Nici über die Slackline. Ich hänge waagerecht in der Luft.

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Dries warnt mich kurz, dass ich die Füße anheben soll, besonders wichtig heute, da ich barfuß bin. Und da lande ich.

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Dankeschön!

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Und hinter mir landet Des! 4 von 5 geschafft!

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Und anschließend wird ein weiterer Programmpunkt verschoben. Da der Nebel hereinkommt wird Sandboarden im Vollmond nicht möglich sein. Also müssen wir es jetzt vor Sonnenuntergang noch schaffen. Alle einsteigen und ab zur Düne!

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Dort angekommen bekommen wir alle die Gänsehaut. Ein eiskalter Wind weht. Und wir müssen da jetzt im Bikini hoch? Verdammt ja. Die letzte Aktivität, wir können das schaffen!

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Die anderen meinten ich bin die Düne hochgerannt. Ich bin schnell gegangen, ja, aber nur, damit mir warm wird!

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Martin und Floor beobachten uns von unten. Wir wachsen die Bretter und los geht’s. Des ist die erste, dann Nici und ich komme zum Schluss.

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Unten angekommen sagt Des sofort, ihr reicht das. Sie hat die Aktivität geschafft. Nici und ich laufen erneut hoch.

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Wir hatten gesagt wir gehen eine Stunde boarden. Also ziehen wir das durch. Als wir das dritte Mal oben stehen meint Nici es wird langweilig. Lass uns switch fahren. Sonst noch was? Aber klar bin ich dabei. Ich fahre also goofy und Nici regular. Sogar das meistern wir ohne zu fallen.

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Dann geht es zum letzten Aufstieg hoch. Nici überlegt zu schanzen. Selbstverständlich würde ich auch über die Schanze springen, wenn sie es tut. Aber ich denke es wäre leichtsinnig. Sich jetzt auf den letzten Metern zu verletzen muss nicht sein. Wir entscheiden uns beide dagegen, weil wir noch Sand auf die Schanze schaufeln müssten und wir dafür definitiv keine Kraft mehr haben. Also fahren wir normal hinab. Was anstrengend genug ist. Eigentlich ist der ganze Körper müde. Weigert sich noch irgendeine Bewegung zu tun. Aber wir schaffen es hinunter. 4 Aufstiege + 4 Abfahrten in 45 Minuten. Floor lässt für uns eine Notiz im Sand.

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Zurück am Auto fallen wir uns in die Arme. Geschafft. Und wisst ihr was? Wir haben alle 5 Aktivitäten in weniger als ZWÖLF Stunden geschafft! Abartig. Das nenne ich Frauenpower.
Der Abend wird mit allen Freunden und einem Braai ausgeklungen.

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Hiermit ein dickes Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben!
Danke an Martin, der uns den ganzen Tag herumkutschiert hat.
Danke an Floor, die Fotografin und Kamerafrau in einem war und dennoch drei der 5 Aktivitäten mit uns gemacht hat (surfen, klettern und skydiven).

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Danke an Bones dafür, dass er uns gesichert hat beim Klettern.
Besonderer Dank gilt für Craig von Ground Rush Skydiving für die Möglichkeit uns springen zu lassen. Danke an Dries und Cois die beiden Tandemmaster, die mit uns gesprungen sind und danke an Dawie und Gregoire, dass ihr uns gefilmt habt in der Luft!
Danke an Beth für die Boards und den Braai am Ende.
Ich hoffe, ich habe niemand vergessen. Danke an all die, die den Tag mit uns verbracht haben. Ich bin mir sicher, dass ich den Tag nicht so schnell vergessen werde.

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2 Gedanken zu “5 Aktivitäten in 24 Stunden – challenge accepted

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