Ein weiterer Tag aus meinem (nicht) ganz normalen Alltag

Was ist der Plan für heute Beth? Frage ich meine Chefin am Frühstückstisch. (Was heißt eigentlich Frühstückstisch? Ja, ich trinke an dem Tisch in der Küche meinen Tee und esse fast jeden Morgen einen Joghurt während meine Chefin mir gegenüber sitzt und Kreuzworträtsel löst. Oder Sudokus. Oder sonst irgendwelche Rätsel. Und das halt in der Zeit, in der andere Frühstück haben. Deshalb Frühstückstisch!) Was auch immer, wo bin ich stecken geblieben? Genau, heute haben wir keinen Morgen Trip. Nur eine Nachmittagstour. Und Beth, du verteilst heute Flyer in den Hotels? Oh mein Gott, das ist eine nie endende Tätigkeit in Swakopmund. Mit 87 Tausend Hotels, B&Bs, Backpackers und sonstigen Unterkünften. Ähm, ja, soll ich dir dabei helfen? Mit zwei Autos kommen wir schneller voran… That would be awesome!! Erwidert Beth sofort. Sie muss aber erst ihren Führerschein verlängern lassen. Und jeder der jemals in Afrika mit Beamten zu tun hatte, weiß, dass das ewig dauern kann. Also fahre ich um 9 Richtung Office und hole die Box mit den Flyern. Also die Sekretärin mich damit sieht fragt sie nur are you bored or why are you doing that? Sie weiß was für eine Heidenarbeit das ist. Nein, mir ist nicht langweilig, aber was getan werden muss wird getan. Und los geht’s. Ab an Strand. Ganz weit hinten fange ich an. Und dann arbeite ich mich Straße für Straße vor.
Motor aus
Flyer in die Hand
Aussteigen
Klingeln
Grüßen
Flyer ablegen
Verabschieden
Einsteigen
Motor an
10 Meter weiter wieder bremsen
Anhalten
Blabla
Really?
Motor an und aus ist ziemlich nervend. Wie wäre es, wenn ich den Motor anlasse? Brauche eh nur 30 Sekunden für alles. Also fast. Und was ist, wenn ich statt umständlich überall zu parken einfach mitten in der Straße anhalte, den Warnblinker einschalte und aussteige? Verkürzt auf jeden Fall die Zeit pro Hotel auf 20 Sekunden. Oder so.
Handy klingelt. Where are you now?  Brigadoon Guesthouse. Where? Really? And you did all of the Hotels from Alte Brücke to Desert Sky and the Strand Hotel. Ja das komplette Viertel. Gefühlt 87 Stopps. And you are already there? Ja, das stimmt. Are you hungry, do you want to go somewhere for breakfast? Nicht wirklich. Bin grad voll im Schwung. Und weiter geht’s. Oh wow. Der Ozean. Wunderschön. Ich lächel.

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Und weiter geht’s. Aber puuh ich schwitze. Dieses ein- und aussteigen ist ziemlich schweißtreibend. Und wieso habem wir heute 45 Grad in Swakopmund? Also zumindest fühlt es sich so an. In der Sonne.

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Eine halbe Stunde ruft Beth wieder an. Wo bin ich. Was habe ich schon erledigt. You are already at Mile 4? Yep. Mike 4 war offensichtlich früher 4 Miles von Swakopmund entfernt. Jetzt ist es Teil von Swakop. Aber trotzdem fühle ich mich viel gefahren zu sein. Hab übrigens fast keine Flyer mehr.

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Um 13 Uhr bin ich dann wirklich fertig. Oder fast. Also ich hätte noch mehr Hotels abklappern können, allerdings ist meine Box leer. Keine Flyer mehr. Und es reicht jetzt auch. Muss die Nachmittagstour vorbereiten. Beth war bei 5 Hotels. Ich bei (ungelogen) über 50.

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Ich arbeite mit Steven und Paulus am Nachmittag. Habe zwei Stand up Boarder. Eine Deutsche und eine Holländerin. Eine Snowbowboardlehrerin und eine angehende Snowbowboardlehrerin, die seit sie 4 Jahre alt ist auf dem Brett steht. Uuuuh, really? Ich glaube heute werde ich schlecht da stehen. Aber meine Bedenken waren umsonst. Auf der Düne erkläre ich den beiden den Unterschied zwischen Sand und Schnee. Und die Deutsche fährt. Du hast gesagt du fährst mit den rechten Fuß vorne? Nein tust du nicht. Du bist regular. Linker Fuß vorne. Whatever. Kurve.  Bäm. Und liegt. Kurve. Bäm. Kurve. Bäm. Hahaha. Ich lache. Wer sich selbst hochlobt, sollte es aber wenigstens drauf haben. Entspannt fahre ich hinterher.

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Nach dem Trip treffe ich mich mit Des. Wir organiseren das Zeugs für morgen. Morgen ist der challenge accepted- Tag. 5 Aktivitäten in 24 Stunden. Mehr Informationen dazu gibt es im nächsten Artikel. Wir müssen erst noch einiges vorbereiten. Really girls? You are soooooo german! Beth schaut uns an und bewundert unser Organisationstalent. Ja manchmal sind wir deutsch. Aber nur manchmal. Nur wenn wir pünktlich sein müssen oder etwas organisieren. I will pick you up at 10 past 5 Des! Ja, 5 Uhr am Morgen. Wir sollen schlafen gehen? Eventuell eine gute Idee. Ihr wollt wissen was wir morgen machen? Ich verrate noch nichts. Ich sage nur, dass permits und Formulare einen wichtigen Bestandteil des morgigen Tages darstellen.
Challenge accepted!

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