Ein ganz normaler Wochentag in Swakopmund

Ihr möchtet wissen was in Swakopmund an einem Mittwoch so los ist? Definitiv mehr als ihr euch vorstellen könnt!

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Über zwei Monate lang habe ich versucht ein zweites rock climbing in the riverbed zu organisieren. Irgendetwas hat uns immer aufgehalten. Entweder musste ich es absagen, weil ich selbst an einem Doppeltrip arbeiten musste, oder die Jungs haben viele Kunden am Nachmittag bekommen (Skydive Tandem Sprünge). Vor zwei Wochen sah es dann so aus, dass es klappen würde. Des und ich saßen mit Zak auf der Straße und haben nur noch darauf gewartet, dass die Jungs uns abholen und wir losfahren können. Doch auf den 500 Metern zwischen ihrem und unserem Haus ist ihr Cruiser kaputt gegangen. Also wieder nichts mit rock climbing.

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Am Montag habe ich dann erfahren, dass die Jungs nur zwei Sprünge am Dienstag Morgen haben. Who would be in for rock climbing this afternoon if work stays as it is? Das war die entscheidende Frage, denn selbstverständlich haben alle zugesagt. Nur ich hatte am Dienstag einen Doppeltrip. Doch Beth konnte mir freigeben. Also erst Mal ausgeschlafen und dann alles zusammengepackt was benötigt wird für einen Nachmittag im Flussbett.

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Kurz vor zwei kam dann die Nachricht rein „9@2“. Übersetzt heißt das, dass es 9 Tandems um 2 gibt. Also nix mit Klettern. So habe ich den Nachmittag in Des‘ Garten in der Sonne verbracht. Ach und surfen sind wir beide noch gegangen. Alternativen gibt es ja genug in Swakopmund.

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Mittwoch ist dann wieder ganz normaler Arbeitstag. Wobei, was heißt schon normal? Es ist Zeit für die letzte Abfahrt. Zwei Kunden stehen noch oben. Die Kanadierin entscheidet sich noch einmal über die Schanze zu springen. Sie verkantet sich auf der Schanze, verliert das Gleichgewicht, fällt vorne über und überschlägt sich ein weiteres Mal im Sand. Are you okey? Rufe ich herunter. My shoulder!  Ok, das hört sich nicht gut an. Ich renne herunter, bringe sie in eine stabile Position und schau sie an. I think I dislocated my shoulder. Ja, das hast du. Aber da kann ich hier jetzt nichts machen. Entspann dich ein wenig, atme ruhig. Soll ich dein Board abschnallen? Yes please. Ich schicke das Board ohne sie hinunter. Sie läuft. Ich stapfe wieder hoch. Schicke den letzten Kunden hinab, setze mich auf das Lie down Board und fahre mit Gepäck die Düne hinab. Am Auto angekommen schaue ich Beth an we have a dislocated shoulder. Really? Ja, sorry.
Mit einem kurzen Blick auf das Handy stelle ich fest, dass meine Freunde auf dem Weg zum Ozean sind. Crayfish diving. Achja und Des ist in meine Wohnung eingebrochen, um die Permits dafür zu holen, die ich aufbewahrt habe. Thank you friends, love you too!

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5 Minuten später sitze ich mit dem Pärchen im Auto Richtung Krankenhaus. Der Mann ist Doktor wie ich erfahre, aber er möchte nicht die Schulter seiner Freundin einrenken. Kein Problem, ich bringe euch ins Krankenhaus. Das zweite Mal seit ich hier arbeite. Um 1 komme ich dort an und verlasse das Krankenhaus um 4. Vier Mal hat mein Handy geklingelt. Des ruft an und fragt, ob ich nachkomme zum Langusten tauchen. Nein, weil ich immer noch im Krankenhaus festsetze. Peter ruft an und fragt, ob er mich im Krankenhaus abholen soll. Nein, weil ich die Kunden danach wieder im Hostel absetzen muss. Des ruft an, um mir mitzuteilen, dass sie 7 Langusten gefangen haben. Und um zu fragen, ob ich zum surfen mitkommen würde. Ja, aber ich bin immer noch im Krankenhaus. Des ruft an und sagt, dass sie nicht surfen gehen, aber jetzt in die Wüste fahren. Braii im Flussbett. Ich bin immer noch Krankenhaus, wartet auf mich bitte! Kurz darauf fahre ich die beiden Kanadier zurück. Parke den Kombi. Renne in die Wohnung. Schnappe die Klappbox, die ich gestern gepackt hatte und richte die Kühltasche. Und Des ist da. Wir sind bereit. Jetzt müssen wir nur noch auf die Jungs warten. Soviel dazu, dass sie schon vor mir fertig sind.

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Wir kommen tatsächlich noch vor Sonnenuntergang mit zwei Autos im Flussbett an. Und während Dawie das Feuer anmacht, klettert Bones die Wand hoch, um das Seil fürs Klettern zu befestigen.

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In der Zwischenzeit klettere ich mit Des von der Seite hoch. Ohne Sicherung.

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Aber was für eine Aussicht von dort oben. Man kann das ganze Flussbett überblicken. Sieht toll aus im Sonnenuntergang.

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Weit unter uns sehen wir die anderen.

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Der Weg nach unten war wesentlich schwerer als der Weg nach oben. Einige Steine fliegen hinab.

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Des und ich bereiten den Crayfish vor. Aufschneiden. Darm herausnehmen und mit Knoblauchbutter bestreichen.

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Erst ist Nici mit dem Klettern dran. Danach ich. Bones sichert mich mit einer Hand. In der anderen hält er das Bier. Ich beschließe lieber nicht zu fallen.

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In der Zwischenzeit sind die Langusten auf dem Grill gelandet.

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Kurz bevor die Sonne hinter den Felsen verschwindet fangen wir an, die Langusten zu essen. Und die schmecken so gut!

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Erst spät im Dunkeln machen wir uns auf den Heimweg.

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Das war ein (fast) normaler Mittwoch in Swakopmund.

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