Useless staff

Mein Plan für Montag war eigentlich mich vom turbulenten Wochenende zu erholen und endlich meine Wohnung zu putzen und aufräumen. Mein Plan. Aber wie so oft in Afrika können Pläne innerhalb von Sekunden zerplatzen. So auch heute morgen. Um kurz nach 8 klingelt das Telefon. 4 people want to go sandboarding this morning. Aaaaaah natürlich, kein Problem. Also doch aufraffen und arbeiten gehen, denn Steven hat frei heute und so muss ich mit Paulus raus auf die Düne.
Während ich über die Straße gehe und das Essen für den lunch on the dune  einkaufe, packt Paulus die Ausrüstung in den Kombi. Danach fahre ich los. Zum Strand Hotel. Das neue 5-Sterne-Hotel in Swakop. Ich fühle mich immer underdressed,  wenn ich dort Kunden abholen muss. Aber ich komme schließlich in Arbeitskleidung und nicht im Ballkleid. Müssen die mit leben. Was sagst du? Ich darf hier nicht parken? Ich parke nicht, ich stehe hier nur, um Kunden abzuholen. Verstanden? Der Kombi blockiert die Treppenstufen vom Hotel. Passiert.
10 Minuten später kommen meinen Kunden heraus und ich kann weiterfahren. Den Kameramann, Cois, abholen und dann ab zur Düne. Doch sobald ich an der Düne den Kombi stoppe und Cois aussteigen will, fällt ihm auf, dass er die Kamera vergessen hat. Really? Did you seriously forget the camera? The only thing you have to remember is the camera, because your job is to film the trip!

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Na gut, das ändert jetzt auch nichts mehr. Steig ins Auto ein und fahr zurück. Ich fange derweil an. Briefing mit den Kunden. Verteile die safety gear. Werfe einen Blick in unseren Rucksack (darin wird die speed gun, Trinkbecher und das Wachs hinauf transportiert). Pauluuuus, where is the wax?
– It is in the bag!
Oh really? Then please show it to me!
– I know that I packed it!
Paulus nimmt den Rucksack in die Hand und schaut hinein.
– But I definitly packed it!
I don’t care what you think what you did. I only see the result. And there is definitly no wax!
Na gut. Dann wird halt weiter improvisiert. Musste ich ja nicht eh schon das Wochenende tun. Spontan umplanen und improvisieren.
Nach der zweiten Abfahrt ist auch Cois auf der Düne. Mit Kamera. Nach der dritten Abfahrt rotieren wir die Bretter. Zum Glück haben wir am Vortag einige oben gelassen, so dass wir die jetzt nehmen können anstatt die anderen zu wachsen. Muss irgendwie funktionieren.
So läuft der Trip und unsere Kunden haben einen riesen Spaß. Als ich die deutsche Familie wieder am Hotel absetze, fragt mich die Mutter wieviel Trinkgeld sie dann geben soll. Naja, das entscheidest eigentlich du. Soviel wie du geben willst! But really? An einem Tag wo meine Angestellten die wichtigsten Dinge vergessen bekommen wir Trinkgeld? An jedem anderen Tag freue ich mich dafür aber heute denke ich nur why today? Verdient haben wir es nicht. Trotzdem danke!
Während ich um kurz vor zwei die E-Mails beantworte klingelt das Telefon. 2 people for this afternoon. Sorry, aber heute echt nicht. Als Beth am Samstagmorgen gegangen ist hat sie nur gemeint, dass es easy wird. Relativ ruhig. Kaum Kunden. Natürlich. Sobald sie weg ist explodiert das Telefon jedes Mal. 3 Tage ist sie weg und ich hätte 6 Trips machen können. Nein danke, 5 haben gereicht. Stattdessen gehe ich jetzt mit Nici eine Stunde am Strand entlang joggen. Delfine beobachten. Kaum zurück muss ich auch schon wieder los. Ab zum Flughafen Walvis Bay. Beth abholen. Halbe Stunde hin, halbe Stunde zurück. Meine Freunde wollen heute noch surfen. Also werfe ich meiner Chefin nur das Telefon zu (now you can deal with this sh**!) und schlüpfe in die Surfkleidung. Ab an Strand. Und im Sonnenuntergang noch eine Stunde surfen gegangen. Das war toll. Aber jetzt bin ich tooooooooot.

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