Epupa falls – Wasserfälle in der Trockenzeit in Namibia

Im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen sind wir heute früh los. Kurz vor Sonnenaufgang. Ziel: Epupa Falls

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180 Kilometer liegen vor uns. Von Opuwo bis zur Grenze zu Angola braucht man etwa 3 Stunden für diese Strecke.

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Anfangs ist die Schotterpiste auch in Recht gutem Zustand, so dass wir gut vorankommen.

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Doch plötzlich steht da dieses Schild mit road closed. Ich folge dem Pfeil, fahre außen herum und lande wieder auf der Straße. Das ganze wiederhole ich einige Male. Es sieht so aus als würden hier Brücken gebaut. Oder so etwas ähnliches. Sandy lernt wieder „Kann ich dich mal was fragen? Wenn da steht, dass das an der inneren Membran – what the f***?“ Sandy unterbricht ihren eigenen Satz als sie das sieht.

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Ich halte sofort an und steige aus. „Was machst du Anne?“ Aussteigen und die Strecke untersuchen. Untersuchen wie tief der Sand ist, wo ich hängen bleiben und wo im Sand stecken bleiben würde. Ich laufe durch den Sand. Selbstverständlich barfuß. Ich fahre ja barfuß. Ich spüre wie tief ich einsinke. In den Spurrillen. Verdammt. Und die Spuren sind schon 30 Zentimeter tief. Da muss ich durch. Da führt kein Weg daran vorbei.

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Ich fahre rückwärts. Sandy verstummt. Ich hole Schwung. Sandy hält die Luft an. Ich fahre in den Sand. Nur nicht stehen bleiben. Ich hüpfe auf und ab. Lenke links um in den Spuren zu bleiben. Hände locker am Lenkrad. Fuß auf dem Gas. Uuuuuuund – geschafft! Sandy schnappt nach Luft. Yiiihaaaa. Ok, jetzt nochmal Sandy was war deine Frage? „Unwichtig. Konzentrier dich weiter auf die Straße, das ist jetzt wichtiger!

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Das mache ich.

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Denn es kommen weitere Hindernisse. Tiefe Senken in den Flussbetten, die nicht immer so schön präpariert sind wie das hier.

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Meist geht es einfach steil bergab direkt in das Flussbett hinein.

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Aber zwischendurch genieße ich auch die Natur.

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Habe ein Auge für die kleinen Freuden.

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In einem kleinen Dorf  halten wir an einem Supermarkt.

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Wenn man es Supermarkt nennen kann. Ich finde immerhin eine Packung Kekse für mich.

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Danach fahren wir an einer Ansammlung von Zelten der Himbas vorbei. Eine moderne Art der Zelte…

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Danach konzentriere ich mich wieder auf die Straße

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und genieße die Landschaft.

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Wir kämpfen uns die Straßen hoch und runter in Bergen.

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Es sieht einfacher aus als es ist. Nach einer Kurve stehen drei Himbafrauen auf der Straße. Sie machen keine Anstalten uns Platz zu machen. Sie drehen sich um. Zeigen auf uns. Ich bremse. Halte an. Zwei der Frauen kommen neben uns. Eine an Sandys Fenster, eine an meins. Die Fenster sind zu. Sie wollen etwas von uns. Ich höre wie beide gleichzeitig die Türen öffnen wollen. In dem Moment drücke ich auf das Gas. Zum Glück verriegelt dieses Auto automatisch die Türen, wenn man drinnen sitzt. Ich will gar nicht wissen, was die vor hatten.

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Staub prägt hier das Landschaftsbild. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in dieser Gegend Wasser gibt. Fließendes Wasser. Einen Wasserfall. Das ist so unwirklich. So etwas habe ich noch nie in Namibia gesehen. Wasser. Süßwasser. Ich kenne das Blau hier nur vom Ozean.

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Doch tatsächlich. Hier tauchen Palmen auf. Das deutet definitiv auf Wasser hin. Ich parke mein Auto im Schatten, denn es ist unbeschreiblich heiß hier.

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In diesem Dorf laufen nur Himbas herum.

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Und wir. Ab zum Wasser.

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Am Ufer entdecken wir einen Waran, den Sandy für ein Krokodil hält und sich zu Tode erschreckt.

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Ich bewundere das Wasser. In dem sich tatsächlich Krokodile aufhalten.

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Doch wo sind jetzt die Wasserfälle? Ich lausche und höre sie vor mir. Da lang müssen wir Sandy!

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Doch erst mal kreuzen ein paar Kinder unseren Weg, die nach Süßigkeiten fragen. Ich verteile 2 Äpfel und 3 Karotten. Es musste doch einen Grund haben weshalb ich Obst und Gemüse dabei habe.

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Dann geht es aber wirklich zu den Wasserfällen.

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Ich liebe das Tosen eines Wasserfalls. Es hat eine beruhigende Wirkung auf mich.

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Es entspannt.

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Und ich bin fasziniert davon, dass hier trotz Trockenzeit Wasser in die Tiefe fällt.

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Leicht versteckt hinter einem Stein sitzt eine Himbafrau. Ich möchte sie nicht stören, weshalb ich nicht genau sagen kann was sie tut.

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Danach ist es Zeit für das Fotoshooting.

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Selfie time.

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Und dann Natur bewundern.

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Bevor es wieder an den ursprünglichen Behausungen der Himbas vorbei zurück geht.

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Und es trennen uns wieder 180km von der Asphaltstraße.

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Doch diesmal kenne ich die Straße und fühle mich sicherer auf dem Rückweg.

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8 Stunden später sind wir wieder in Opuwo. Diesmal wird nicht angehalten. Es geht direkt weiter. Bis nach Oshakati.

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Dort finden wir eine nette Unterkunft direkt an der Hauptstraße. Gegenüber von einer Einkaufsmeile. Wichtig für uns, da wir dort morgen für die nächsten beiden Tage einkaufen müssen. Es wird gecampt. In Etosha.

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