Rock climbing in the riverbed

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Es ist Sonntagnachmittag. Der Vormittagstrip ist vorbei. Die Skydiver haben ihren letzten Sprung gemacht. Schlafsack, Matratze und Kühltasche einpacken und ab geht’s. Martin holt uns ab mit seinem Wagen. Bones sitzt auf dem Beifahrersitz. Der Rest muss hinten hinein. Zwischen Matratzen, Kletterausrüstung, Kühltaschen und Brennholz quetschen sich Peter, Dawie, Nici und ich uns in den Wagen. Und Zak natürlich nicht vergessen. Es ist nicht mehr viel Platz, aber irgendwo zwischen unsere Füßen muss er sitzen.

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Auf der Fahrt haben wir viel zu lachen während die Kühltaschen hin und herfliegen und Zak über uns läuft und herumspringt. Er kämpft sich währenddessen nach hinten an das Fenster heran. Und schafft schließlich das, was er normalerweise in meinem Kombi tut. Am Fenster sitzen und den Kopf in den Fahrtwind stecken. Nach einer Stunde Arbeit hat er die im Weg stehende Matratze auf uns geschoben und erreicht mit seiner Schnauze das Fenster.

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Sieht bisschen unbequem aus, aber er scheint es zu genießen. Ich verstehe bloß nicht wieso er ausgerechnet auf meinen Zehen stehen muss. Vermutlich damit die anderen noch einen Grund haben zu lachen. Darauf Prost!

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Here we are! Bones öffnet die Türe. Zak springt ihm entgegen und pinkelt an den nächstbesten Busch. Wir kriechen langsam und einer nach dem anderen aus dem Wagen. Hier werden wir jetzt klettern?

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Das Flussbett sieht toll aus. Sand und Büsche in der Mitte. Felsen am Rand. Nici schaut die steile Felswand hinauf. Dort sollen wir angeblich hinauf klettern.

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Man könnte es senkrecht nennen. Weder Nici noch ich sind jemals in der freien Natur klettern gewesen. Angeblich wird es Zeit das zu ändern. Ich schieße noch ein paar Landschaftsaufnahmen während Bones und Martin die Kletterausrüstung vorbereiten.

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Die Sonne scheint. Es ist warm. Ich sitze im Sand. Mit Freunden. Das Bier ist kalt. Was kann es schöneres geben?

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Nici, Zak und ich beobachten erst Mal die Szene.

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Bones wird der erste sein, der hochklettert. Er befestigt das Seil in der Steilwand. Martin sichert ihn. Peter und Dawie schauen zu. Das Seil hängt ziemlich locker in der Luft. Martin willst du Bones nicht sichern? „He will be fine!“

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Wie so alles in Afrika, wird auch hier alles viel lockerer gesehen. Who cares.  Wir sind mitten in der Wüste. Kein Handyempfang. Nicht mal am Geschäftshandy. Endlich habe ich mal wirklich frei. Kein Handyton der mich aufschrecken lässt. Nichts. Nichts als Natur um mich herum.
Bones ist oben angekommen. Martin steigt aus dem Sicherheitsgurt und läuft zum Auto. Ähm hallo? Bones steht dort oben in der Steilwand irgendwo über 20 Meter über dem Boden und du gehst einfach weg und holst dir ein Bier? Hallooo?  „He will be fine!“
That’s africa.
Und tatsächlich. Bones seilt sich selbst hinab. Sichert sich selbst. Und kommt heil am Boden wieder an. „Who is next?“ Anne.

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Während ich meinen Gurt anlege sagt Martin, dass er Zak adoptieren wird, wenn ich nicht mehr da bin. Danke für den Zuspruch. Fürs Mutmachen. Die Jungs scherzen ohne Ende. Nur Zak sieht wirklich bedrückt aus. Beobachtet mich. Verfolgt mich. What are you doing Anne? Ich weiß auch nicht.

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Das gute an diesem Bild ist, dass man sieht wie ich die senkrechte Wand hinaufkletter und Bones wegschaut. Nein, du brauchst mich nicht sichern. Schon ok. Zak sitzt unten neben Dawie und starrt die ganze Zeit die Felswand hoch. Er ist wohl etwas besorgt. Guter Hund.

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Ich kletter in der Felspalte hinauf. Bones, I cannot get further! Ich versuche das anzuwenden, was mir in der Halle erklärt wurde. Die drei-Punkt-Regel. Aber ich finde nichts wo ich mit meinen Händen festhalten kann. Just push yourself up with your legs, don’t care about your hands ruft Bones von unten. Aber das geht nicht. Wenn ich mich jetzt mit dem linken Fuß abdrücke bin ich genau an einer Stelle fest. Mit dem linken Fuß. Nichts da 3-Punkt-Regel. Der linke Fuß bringt mich hoch. Nur nicht nach hinten lehnen. Nur in die Luft abdrücken. Geschafft. Und weiter. Anne, right now it would be wrong time to fall. Bones just left to get an other beer. Halloooooooo? Du solltest mich sichern! Ok, einfach nicht herunter schauen. Einfach weiter klettern. Wird schon.

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I made it! rufe ich von oben herunter. Ganz schön hoch ist das. Ich schaue mich um. Genieße den Blick auf das Flussbett. Von unten sehen meine Freunde nur eine  gelben Fleck an der Felswand. Ja, das bin ich.

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Dann geht es wieder hinab. Hüpfend.

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Unten angekommen sieht man wer mich wirklich liebt. Zak rennt sie ganze Zeit an der Wand entlang und versucht dort zu stehen wo ich ankomme. Sobald ich einen Fuß auf dem Boden habe springt er mit dem Schwanz wedelnd auf mich zu. Zumindest einer ist glücklich, dass ich heil unten angekommen bin.
Als nächste ist Nici dran.

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Danach klettert Peter noch hoch bevor wir das Seil wieder einpacken. Ich bewundere den wunderschönen Sonnenuntergang im Flussbett.

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Danach steigen wir alle wieder in den Wagen, um zu dem Grillplatz  zu fahren, wo unsere Freunde schon warten. Wir quetschen uns wieder hinten hinein. Martin wirft den Motor an. Brrrrrrr. Uuuh, das hört sich nicht gut an. Wie bei mir vor ein paar Tagen im Flussbett mit dem Kombi. Allerdings war ich nicht mit einem Allradantrieb unterwegs. Martin gräbt jetzt seinen Four-by-four in the Sand. Uh bin ich froh, dass das nicht nur mir passiert. Im Sand stecken bleiben.
Aber wieso versucht er es immer wieder? Die Räder drehen durch und graben sich tiefer ein. Bones und Martin steigen aus und lassen Luft aus den Reifen. Steigen wieder ein. Keine Bewegung. Bones steigt aus und Öffnet unsere Türe. Aussteigen, wir müssen schieben.

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Mit gemeinsamer Kraft schaffen wir es tatsächlich den Wagen aus dem weichen Sand zu befördern und ihn zurück in die Spur zu bringen.

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Danach warten auf uns 2 Stunden Autofahrt durch die Wüste im Flussbett. Eigentlich sollten es nur 10 Kilometer bis zu unserem Grill- und Schlafplatz sein, allerdings haben Bones und Martin die Orientierung verloren und drehen alle 10 Minuten um und fahren wieder in die andere Richtung. Währenddessen haben wir unseren Spaß hinten im Wagen und winken den Straußen, die neben unserem Wagen herlaufen. Was für Tiere gibt es hier noch? Paviane und Leoparden. Leoparden? Und wir schlafen ohne Zelt heut Nacht?
Pünktlich zum Einbruch der Dunkelheit kommen wir doch noch am Ziel an. Die anderen Autos sind schon lange da. Das Feuer brennt. Kann ich hier barfuß laufen? Nein, weil hier sind überall spitze Steine, Scorpione und Schlangen. Aber keine Dornen? „No“. Dann ist in Ordnung. Dann bleib ich barfuß. Matratze in Sand legen. Zak seine Decke neben mich. Da ist dein Schlafplatz. Aber Zak interessiert sich schon lange nicht mehr für mich. Hier sind 5 weitere Hunde unterwegs. Er ist beschäftigt. Und wir haben jetzt Hunger!
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Unser Schlafplatz am nächsten morgen.

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3 Gedanken zu “Rock climbing in the riverbed

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