Welwitschia Mirabilis – eine Pflanze als weltweites Unikat

Meine Familie ist am Mittwoch Abend in Swakopmund angekommen. Am nächsten Tag habe ich mir frei genommen und ein Auto gemietet.
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Wieder einen kleinen VW Polo Vivo wie auch bei meinem letzten Road trip durch Namibia. Auch der Avis Angestellte kannte mich noch „I told you you will come back to Swakopmund“. Yes I know.
Papa, Mama, Schwester – alle bitte einsteigen. Wir fahren heute zur Welwitschia Mirabilis. Zu der Pflanze die nur im Namib-Naukluft Nationalpark wächst. Nirgendwo sonst auf der Welt. Sie ist so ein weltweites Unikat. Die Welwitschia wird bis zu 1500 Jahre alt, weshalb sie viele als Fossil bezeichnen. Sie ist allerdings eine lebende Blume. Die sich immer noch weiter vermehrt, sofern das Klima stimmt. Einige der Exemplare sind aber tatsächlich um die 1500 Jahre alt. Kaum vorstellbar, dass ein Lebewesen so alt werden kann oder?
Meine Mutter hat in Rumänien Geografie studiert und so zu Studienzeiten bereits von dieser einzigartigen Pflanze gehört. Wohl aber nie damit gerechnet, sie einmal zu sehen. Deshalb bringe ich sie heute dort hin. Die Tour zur Welwitschia ist aber nicht nur für Geologen interessant, denn auf dem Weg dorthin gibt es mehr als nur uralte Pflanzen zu entdecken.
Es gibt Flechten, die nur vom Nebel aus der Luft leben und die sich bewegen, wenn man einen Wassertropfen auf sie schüttet.
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Verschiedene Büsche wachsen in dieser scheinbar toten Landschaft.
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Büsche, die so grell grün leuchten, dass sie schon unwirklich wirken. Für diese Gegend.
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Aber auch bunte Farben zeigen sich.
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Und sogar Blüten lassen sich in der Geröllwüste finden.
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Ein ganz besonderes Merkmal dieser Tour ist allerdings die sogenannte Mondlandschaft durch die man hindurch fährt, um zur Welwitschia zu gelangen.
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Die Sonne brennt.
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Die Luft steht.
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Anne strahlt.
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Und jetzt hier entlang.
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Das Auto bleibt stehen. Wir bewegen uns jetzt. Deshalb solltet ihr feste Schuhe anziehen. Die braucht ihr zum Wandern. Ja ich weiß, ich bin barfuß, aber ich bin das gewohnt. Gewöhnt an Afrika.
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Meine Schwester „wie lang dauert das?“. Bis wir angekommen sind meine Liebe.
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Ihr solltet die Uhren daheim lassen. Hier braucht ihr keine Uhrzeit. Hier habt ihr die Zeit. Zeit, tun und lassen zu wollen so viel ihr wollt.
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Den Blick in die Ferne schweifen zu lassen.
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Oder einfach nur zu laufen.
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Mihilfe meines Stativs kommt auch das ein oder andere Familienfoto zustande.
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Weiter geht durch die Fahrt durch den Canyon hindurch.
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Hinein in das ausgetrocknete Flussbett des Swakop Rivers.
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Und wieder hinauf. Aber bloß nicht im Sand steckenbleiben, Anne.
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Die ersten Pflanzen zeigen sich. Die ersten Welwitschia’s.
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Sogar mit Blüte und Samen. Während Mama die Pflanze studiert, sucht Papa den Horizont nach Tieren ab.
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Denn ich habe ihnen erklärt, dass man hier in dieser Gegend Tiere finden kann. Womit ich nicht nur Käfer und andere Insekten meine.
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Auch, wenn sie mir nicht glauben, dass in dieser „toten Landschaft“ (wie sie es nennen) etwas überleben kann, entdecken sie doch bald ein paar Vogelsträuße in der Ferne und etwas später sogar Zebras und Springböcke.
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Und selbstverständlich Vögel. Mamas Hobby. Vögel beobachten.
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Nun aber zurück zum Thema. Wo ist die berühmte Pflanze? Die Welwitschia Mirabilis? Die riesige? Die uralte?
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Da ist sie. Eingezäunt und beschützt. Diese Pflanze hat in ihrem ganzen langen Leben nur ein Blattpaar. Da die beiden Blätter aber so oft einreißen, sieht es so aus, als würde sie sehr viele Blätter haben. Dieses Exemplar hat einen Durchmesser von etwa 5 Metern. Außerhalb des Zaunes wurde eine Plattform für Besucher errichtet. Meine Mutter, die nie etwas illegales tun würde und mir nur deshalb eine Flasche des selbstgemachten Weines im koffer mitgebracht hat, weil ich ihr gesagt habe es sei legal, fragt mich jetzt, ob sie dort hinein kann.
Du willst waaaas?
Da zur Welwitschia hinein.
Mama da ist ein Zaun.
Ja ich weiß, aber ich könnte unter dem Zaun hindurchklettern
Ähm warte – Nein.
Bin mir gerade nicht sicher wer hier der Geologe ist und den Wert dieser Pflanze zu schätzen weiß. Weiß weshalb sie unter Naturschutz steht und weshalb man ihr nicht zu nahe treten darf.
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Etwas später haben wir wieder etwas zu lachen. Auf dem Rückweg fahre ich an einer Kreuzung vorbei. Meine Eltern meinen ich soll geradeaus fahren. Ich bin überzeugt, dass ich abbiegen müsste (ich hatte Recht, aber darum geht es nicht). Ich fahre also noch ein Stück geradeaus und während wir versuchen in der eintönigen Landschaft etwas wiederzuerkennen ruft meine Mutter „wir sind richtig, wir sind vorher auch nach blind  crest gefahren.“ Ich bleibe stehen. Drehe mich um. Und sage Really? Ist das dein Ernst? Wir sind schon an 20 von denen vorbeigefahren. Schau dir das Schild mal genau an. Das Schild Blind crest warnt dich vor einer Kuppe über die du nicht schauen kannst. Also nicht siehst, ob dir ein Auto entgegenkommt. Was selbstverständlich bei diesem starken Verkehr ein besonderes Risiko darstellt.
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Während Mama verstummt und der Rest im Auto vor Lachen fast von den Sitzen fällt, drehe ich das Auto um und bringe es auf die richtige Straße.
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Das war es für heute. Am Freitag bin ich wieder zur Arbeir und meine Eltern zurück nach Windhoek. Von dort starten sie eine 7-tägige Safari bevor sie erneut nach Swakopmund kommen.

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