Keine Verantwortung mehr? Kein Immunsystem mehr!

Heute morgen war ich voll neben mir.
Tee machen und jetzt? Den Tag vorbereiten!
Schuhgrößen aufschreiben! Nein, das macht jetzt die Chefin.
Essen checken und Einkaufsliste schreiben. Nein, das macht jetzt die Chefin.
Einkaufen gehen. Nein, das macht jetzt die Chefin.
Die Mitarbeiter fragen, ob sie alles eingepackt haben. Nein, das macht jetzt die Chefin.
Die Mitarbeiter auf die Autos verteilen. Nein, das macht jetzt die Chefin.
Die Pick ups organisieren. Nein, das macht jetzt die Chefin.
Auf der Düne alle Briefings machen. Nein, das macht jetzt die Chefin.
„Organise the payments?“ Nein, das macht jetzt die Chefin.
Emails checken? Nein, das macht jetzt die Chefin.
Ok Beth, what am I supposed to do? I am totally lost!
So kommen heute morgen Steven und Paulus in die Werkstatt und die Hälfte ist schon gepackt. „What is going on here?“ fragt mich Steven. „I don’t know. I just don’t know what I have to do.“ antworte ich verzweifelt. Aber ehrlich gesagt, es ist ein gutes Gefühl nicht für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich zu sein, sondern einfach nur Anweisungen zu folgen. „Anne you gonna drive the two point six and you pick up the people at Amanpuri.“ Verstanden Boss. Motor an und los. Ich muss zwar umdenken, weil die Gänge genau umgekehrt sind, wie in dem Wagen von meiner Chefin, welchen ich die letzten 3 Wochen gefahren bin, aber dieser Minivan ist definitiv einfacher zu fahren. Ich kann sogar sehen, wie schnell ich fahre. Die Geschwindigkeitsanzeige funktioniert. Amazing.
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Die Chefin ist zurück. Die Schanze wird verschoben. Neu platziert.
In der Wüste geht das ganze dann weiter. Totally lost. So stehe ich herum. Als ich am Abend im Büro war, um mir das Video anzuschauen, konnte ich nicht aufhören zu lachen. 10 von den 20 Minuten Videomaterial, sieht man mich neben, vor oder hinter der Chefin stehen oder sitzen und nichts tun oder in Gedanken ihre Worte mitsprechen. Ja, ich muss meinen Platz in diesem Unternehmen erst wieder finden.
Sobald die Briefings getan sind, ist das alles kein Problem und ich nehme wie immer einen Anfänger nach dem anderen und schicke sie die Düne hinab. Aber sobald es an irgendeine Ansage kommt, sieht man mich hilflos herumsitzen.
Damit ich nicht ganz verantwortungslos in der Luft hänge, hat meine Chefin beschlossen mich am Nachmittag herauszuschicken und selbst daheim zu bleiben. Das heißt, ich hole Kunden ab und Steven und Paulus bringen das Equipment Auto an die Düne. 4 lie down boarder und ein stand up boarder. ICH bin hier der Snowboarder, also übernehme ich den stand up Boarder und ihr die anderen 4. Also Privatstunde für meinen Kunden und ich habe es mir nicht nehmen lassen jede Abfahrt mit ihm mit zu machen. Er musste also jeden Aufstieg mit mir machen.
Am Abend spüre ich es aber dann. Meine Schulter schmerzt höllisch. Zuletzt hatte ich diese Schmerzen nur während Volleyball- oder Handballturnieren. Der Hals ist angeschwollen. Dick. Bewegungslos. Ich kann den Kopf nicht drehen. Die Nase läuft. Ja, mein Körper hat gespürt wie der ganze Druck und Stress von mir abgefallen ist und hat beschlossen einfach Mal krank zu spielen. I struggled a lot, so now I don’t care about anything. Das in etwa hat mein Körper beschlossen.
Beth sieht das und möchte mir morgen den Tag frei geben, denn ich habe heute wieder zwei Schichten gearbeitet und sehe sehr krank aus. Ich winke aber ab. Wenn du mich daheim lässt, dann hocke ich 12 Stunden frierend in meinem Zimmer. Du weißt wie kalt dein Haus und Mein Zimmer ist. Ich bevorzuge es auf die Düne zu gehen und wenigstens etwas Sonne genießen, die meistens nicht bis nach Swakopmund reicht. „I know what you mean. I am exactly the same. But anyway, if you feel like to stay in your bed tomorrow , just go for it!“
Wir werden sehen…

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