Kap der guten Hoffnung und Tafelberg – 27. April

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Ab in den Süüüden, der Sonne hinterher lalala. Ja, es geht wieder in Süden. Nicht ganz so weit wie gestern, aber fast. Über Mehrspurige Straßen verlassen wir die Hauptstadt Südafrikas und fahren auf einer wunderschönen Küstenstraße bis ans Kap der guten Hoffnung.

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Hier am Kap weht der Wind alles davon. Meine Haare sind fast weg.

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Abgesehen davon, dass ich friere (ja die Sonne scheint, aber das heißt noch lange nicht, dass es warm ist), gefällt mir die Landschaft am Kap. Vielleicht kommt es euch schon zu den Ohren heraus. Vielleicht denkt ihr, dass ich jede Landschaft schön finde. Vielleicht verurteilt ihr es, dass ich alles als beeindruckend, faszinierend und atemberaubend beschreibe.

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Vielleicht habt ihr ja Recht. Vielleicht ist das hier eine ganz normale Küstenlandschaft. Ganz normale Büsche. Ganz normale Steine. Ganz normal blaues Meer. Ganz normale Wanderwege. Langweiliger Himmel. Vielleicht ist es so.

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Aber für mich ist es nichts Normales. Mich bringt diese normale Landschaft ins Schwärmen.

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Diese Farbkontraste. Das saftige Grün das auf das tiefe Blau trifft. Die wunderschöne Natur, die Tiere an einen Punkt leben lässt, wo ich nicht mit ihnen gerechnet hätte. Strauße am Ozean.

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Majestätische Tiere. Anmutig laufen die beiden auf der Straße. Bringen sämtliche Autos zum Anhalten. Lassen sich aber nicht beirren. Laufen ihren Weg.

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Und was ist da auf dem Fels im Wasser? Das sind nicht nur Vögel. Da sind Robben!

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Dieser Moment, wenn du ein Tier entdeckst. Ein wildes Tier! Keins im Zoo. In der freien Natur. Jedes Mal eine Freude.

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Wie auch die Natur selbst.

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Wolken fliegen an den Bergmassiven vorbei. Hüllen sie in ein Meer ein.

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Daaaaaaa. Ein Pinguin! Das Bild ist zwar nicht scharf, aber es ist ein Pinguin!

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Die einzige freilebende Pinguinart in Afrika. Brillenpinquine werden sie genannt.

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Eins zwei watschel. Drei vier watschel. Fünf sechs platsch. Ab ins Wasser. Und weg ist er!

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Hier in Simons Town lebt eine Pinguinkolonie von etwa 3000 Tieren.

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Aber nicht nur die Pinguine sind schön zu beobachten, sondern auch die Umgebung.

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Beeindruckende Küstenlandschaft.

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Und über eine Mautstraße geht es vom Kap um den Tafelberg herum.

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Es sind zwar nur 20 km/h erlaubt, aber die Streckenführung ist einfach wunderschön. Im Felsen. Wenige Meter über dem Ozean. Atemberaubende Aussicht.

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Der Ozean ist hier allgegenwärtig. Egal wo ich entlang fahre. Auf einer Seite ist immer der Ozean.

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Am frühen Nachmittag erreichen wir dann die Talstation der Seilbahn am Tafelberg. Da Christian nicht so begeistert vom Bergsteigen ist, nehmen wir die schweizer Bahn nach oben.

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Eine Besonderheit hat diese runde Gondel. Der Boden dreht sich. Während der Bergauffahrt erhalten wir somit einen Rundblick über Kapstadt und die Umgebung.

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Hier auf dem Foto sind das Citycenter, die Waterfront sowie das WM-Stadion von 2010 zu sehen. Vom Tafelberg hat man doch einen ganz anderen Blick auf die Stadt. Von 1000 Meter Höhe blickt man auf den Meeresspiegel. Beeindruckend. Man sieht alles. Bis in die Ferne.

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Oben angekommen entdecke ich schnell den Felsen wo ich hinwill. Weit weg von den vielen Touristen. Ich zeige Christian das andere Ende des Tafelbergs. Da will ich hin! „So weit? Das ist bestimmt noch einen Kilometer. Das ist mir zu weit!“ Also gut, dann warte eben hier. Ich bin dann mal weg. Übrigens. Ich glaube nicht, dass das nur ein Kilometer bis dort hin ist.

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Ich stürme an den Touristengruppen vorbei und renne fast über Stock und Stein. Ja, auf jeden Fall viele Erschütterungen im Boden verursachen, damit die Schlangen von allein verschwinden. Denn so eine Cobra möchte ich nun wirklich nicht treffen.

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Hier ist ja eine Schlucht! Komme ich denn überhaupt auf die andere Seite? Etwas muss ich zurück laufen, damit ich die kleine Schlucht durchqueren kann, doch dann bin ich auf der anderen Seite. Und schon bin ich allein. Nur vereinzelt kommen mir Touristen entgegen. Die meiste Zeit klettere ich allein über Felsen.

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Ich bleibe stehen und schaue nach links. Dort im Ozean sehe ich Robben Island. Die Gefängnisinsel, auf der Nelson Mandela 27 Jahre ausharren musste. Davor sieht man das moderne Fußballstadion.

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Dann habe ich meinen Felsen gefunden. Er ist zwar nicht ganz am Ende, aber ich bin mir eh nicht sicher, ob ich noch genug Zeit habe bis dorthin zu kommen. Und dieser Felsen entspricht meinen Ansprüchen. Es geht senkrecht in die Tiefe. Ich verspüre ich Gefühl von Freiheit, als ich auf der Kante stehe. Ja, frei fühle ich mich. So frei, dass meine Gedanken davongetragen werden.

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So verharre ich wenige Minuten bevor ich mich wieder auf den Rückweg mache.

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Zum Sonnenuntergang fahren wir auf den Signal Hill, der auch noch zum Bergmassiv des Tafelbergs gehört.

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Mit hunderten von anderen Menschen beobachten wir die Sonne. Und ihr Weg ins Meer.

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Wir bewundern die Farbveränderung des Himmel.

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Und werfen danach noch einen Blick über Kapstadt bei Nacht.

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Gute Nacht.

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5 Gedanken zu “Kap der guten Hoffnung und Tafelberg – 27. April

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