Löwen streicheln? – 16. April

Vor Sonnenaufgang verlassen wir das Camp. In einer Autokolonne fahren wir über die Schotterstraße. Plötzlich halten alle Autos vor uns. Was ist da? Ein Büffel? Christian meint Nashörner. Ich glaube ihm nicht. Nashörner sind zu selten. Das kann nicht sein, dass wir die so nah sehen. Daaaaaa. Zwei Nashörner rennen über die Straße. Eine Mutter mit einem Jungen. Wohl etwas gestresst von den vielen Autos. Dazu noch so früh am Morgen. Und noch ein Nashorn rennt hinterher. Wie schnell die sind! Ich bin beeindruckt. Fasziniert. Wir haben tatsächlich Nashörner gesehen!

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Später biegen wir ab und nehmen eine weniger befahrene Straße bis wir schließlich ganz alleine durch die Natur fahren.

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Ein mächtiger Elefantenbulle direkt am Straßenrand.

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Links unten in der Collage ist ein Strauß zu sehen. Direkt dahinter steht ein Kudu. Man sieht die gedrehten Hörner.

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An einer Wasserstelle sehen wir Krokodile und Flusspferde. Dann hören wir ein lautes Knacken. Ein Krokodil knackt den Panzer einer Sumpfschildkröte. Dazu gibt es lekder kein Bild, da das Tier in zu großer Entfernung lag. Aber der Australier neben uns hat die Schildkröte mit seinem Röntgenobjektiv eingefangen. Wahnsinnsobjektiv. Unglaublicher Zoom. Tolles Foto. KNACK. Und wieder reißt das Krokodil das Maul auf und beißt auf den Panzer.

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Zwischendurch hört man die Flusspferde prusten.

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Nach einiger Zeit fahren wir weiter und entdecken in einem trockenen Flussbett Impalas.

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Das Flussbett ist grün aber trocken.

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Vögel entdecken wir noch etliche.

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Auch eine Elefantenfamilie läuft uns über den Weg.

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Kurz darauf wird es an einem weiteren Wasserloch spannend. Löwensichtung! Es stehen schon einige Autos um die Löwen herum.

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Zwischen das weiße Auto und den Löwen rechts im Bild habe ich dann meinen roten Wagen gestellt. Ganz ruhig hebt er seinen Kopf, schaut mich an und legt sich wieder hin. Es ist Mittagszeit. Jetzt wird keine Energie verschwendet. Als ich meinen Kopf zum Fenster heraushänge, um ein Foto zu machen, sagt der Mann im Wagen neben uns, dasa ich aufpassen soll, weil genau dieser Löwe vorher auf ein Auto zugegangen ist, wo ein Mensch sich herausgelehnt hat. Hups. Ja, eigentlich weiß ich, dass ich das nicht machen soll.

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Aber ich bin so nah an ihm. Ich kann sogar mit bloßem Auge die Narben in seinem Gesicht sehen. Muss ein alter Löwe sein. So nah. Ich könnte ihn fast streicheln. Ich beobachte ihn lieber. Beobachte wie sich sein Körper beim Atmen hebt und senkt.
Dann drehe ich den Wagen vorsichtig vor dem Löwen und mache Platz für andere Autos. Da ist ja noch ein Löwe! Und eine Löwin! Und dahinter noch ein Löwenmännchen. Faszinierend. Die sind absolut nicht beeindruckt von den ganzen Autos. Die beiden lassen ihren Blick über das Wasserloch schweifen.

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Auf dem Weg zurück durch das Autogewimmel bleiben wir ernwut stehen. Was ist das? Eine Pfote in der Luft? Unter einen anderen Baum liegt noch ein Löwe. Nein zwei! Oh nein, sogar drei! Zwei Männchen und ein Weibchen! Sie liegen ganz dicht beieinander. Das Männchen dreht sich und hebt seinen Kopf.

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Faszinierende Tiere. Und hier gleich so viele auf einem Fleck. 5 Männchen und zwei Weibchen. Alles kräftige Tiere.

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Nach einer halben Stunde verlassen wir die Wasserstelle wieder und entdecken wenig später ein wunderschönes Kudu. Einen Elefanten.

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Und eine Kindergartengruppe.

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Von einer Brücke entdecken wir ein Flusspferd an Land! Gibt es denn so was? Eigentlich sind Hippos tagsüber nur im Wasser. Weiß dieses junge Tier noch nicht, dass es nachts fressen muss?

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An einem weiteren Wasserloch wird es gespenstig still. Wir sehen zuerst einige Wasserböcke und entdecken dann den Strich im Wasser. Eine fließende Bewegung. Ein langsames Vorankommen. Ein Krokodil im Wasser. Es schleicht sich an. Wir halten gespannt den Atem an. Doch keines der Tiere an Land geht zum Trinken ans Wasser. Sie halten alle ganz angespannt die Ohren in die Luft. Etwa eine halbe Stunde vergeht, bevor das Krokodil langsam an Land kriecht und sich zeigt. Somit gibt es auf und die Tiere entspannen sich. Einige Böcke fangen an zu kämpfen. Das Krokodil liegt jetzt wenige Meter neben zwei Wasserböcken. Beeindruckende Szene.

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Elefanten durchkreuzen eine Wasserstelle.

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Dann machen wir uns auf den Weg hinaus. Hinaus aus dem Park. Unterwegs sehen wir noch 4 Löwen. Nah an der Straße. Aber weiter weg, als die Löwen zuvor.

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Am Ausgang zeigt sich noch eine Meerkatze.

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Dann bin ich plötzlich wieder in der Zivilisation. Im Verkehr. Menschen auf der Straße. Autos. LKWs. Busse. Ich bin etwas überfordert. Fahre nach 11 Stunden Autofahrt noch durch das Verkehrschaos der Großstadt Nelspruit. Erfolgreich. Bis zum Old Vic Travellers Inn. Ab in den Pool zum Entspannen!

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