Das Okavango-Delta von oben – 9. April

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Habe heute ein paar Bilder für euch gemacht. Gestern habe ich euch den Pool und die Bar vom „The old bridge backpackers“ gezeigt. Heute zeige ich euch noch meinen Schlafplatz. Ein Zelt.

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Ich weiß nicht genau was passiert ist, aber drinnen sieht es aus als wäre eine Bombe explodiert. Deshalb gibt es kein Foto vom Zeltinneren. Aber ihr wisst ja alle wie ein Zelt aussieht 😉 Luftmatratze, Leintuch, Kissen, Decke und Handtuch waren schon drin. Und dann habe ich meine Habseligkeiten verteilt. Das muss ich immer mal wieder machen, wenn ich ein Einzelzimmer habe und nicht in einem Dorm schlafe. Wenn es egal ist wo ich was hinlege. Und mich einfach breit machen kann. Aber egal wie sehr ich alles verteilt habe. Am nächsten Morgen kann ich alles in nur 15 Minuten packen. Übung macht den Meister sagt man und es stimmt. Ich lebe seit einem halben Jahr aus meinem Rucksack. Ich weiß was wo aufgeräumt wird. Alles hat seinen festen Platz.

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Achja und das ist noch einer meiner wichtigsten Gegenstände. Damit schließe ich nicht nur Zelte ab, wenn ich in einem schlafe, sondern auch mein Gepäck oder gleich mein ganzes Zimmer. Vor allem in Ghana, aber auch in Ostafrika, waren die Unterkünfte oft nicht mit Schlüsseln abzuschließen, sondern nur mit Vorhängeschlössern. Und was hat ein Zahlenschloss als Vorteil zum Schloss mit Schlüssel? Richtig, man kann den Schlüssel nicht verlieren! Hat, besonders wenn man alleine reist den Vorteil, dass man unproblematisch schwimmen gehen kann. Ohne Angst zu haben den Schlüssel zu verlieren. Und noch Tausend andere Vorteile hat dieses Schloss. Einfach praktisch!

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Weiter in der Rundführung. Die Wäsche Ecke. Behälter zum Wäsche waschen und Wäschespinne zum Wäsche trocknen.

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Im Urwald voll kleiner Gänge verlaufe ich mich jedes Mal. Obwohl die Anlage klein ist.

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Die Toiletten haben keine Türe, sondern nur ein Seil, das man einhakt. So weiß jeder, wann besetzt ist und wann die Toilette frei ist. Um die Ecke ist dann alles zu finden.

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Bei der Dusche ist dasselbe Prinzip mit dem Seil angedacht.

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Den Duschkopf muss man zwar suchen, aber es kommt fließendes Wasser von oben.

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Das ist alles was zählt. Und sogar warm! Was besonders angenehm ist, wenn bei diesen Temperaturen draußen unter freiem Himmel duscht.

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Den Vormittag habe ich bei Sonnenschein im Pool verbracht und habe den Blick auf den Fluss genossen.

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Am Nachmittag ging es dann zur nächsten Aktivität in Maun. Ein Rundflug über das Okavango-Delta. Im Vergleich zu den Angeboten an den Viktoriafällen, war dieser Flug echt günstig. Weshalb ich mir diesen Spaß nicht entgehen lassen wollte.
Eine Frau aus dem Backpackers hat mich in ihrem Auto mitgenommen. In einem Geländewagen. Riesen Ding. Und die deutsche Frau war minimal überfordert. Nicht nur mit dem Linksverkehr, sondern auch mit dem Automatikgetriebe und der Größe des Wagens. Gleich nach der Einfahrt kommt uns ein Auto entgegen. Die Dame meint, dass hier keine zwei Autos nebeneinander Platz haben. Hallo? Du hast ein Allradfahrzeug! Du kannst auch 10 Zentimeter neben der Straße im Gras fahren. Ok, dann halt nicht. Du kannst auch mit dem Wagen querfeldein fahren! Wofür hast du eigentlich dieses Fahrzeug, wenn du eh nur auf dem Asphalt fährst? 10 Minuten brauchen wir um 5 Meter rückwärts zu fahren. Ok, ich schweige. Ich werde hier schließlich mitgenommen. „Links, immer schön links“ murmelt die Frau vor sich hin. Hochkonzentriert fährt sie auf der Straße bis wir die Hauptstraße erreichen. Dann fahren wir plötzlich 80. In der Stadt. Ja, es sieht nicht aus wie Stadtverkehr, sondern eher wie eine Landstraße, aber es ist trotzdem Maun. Eine Stadt. Wir kommen am Flughafen an. Wohin fährst du bitte? Ich schlage die Hände vor dem Kopf zusammen. Rechts herum im Kreisverkehr. Gut, dass dieser Flughafen so klein ist und keine Autos unterwegs sind. Denn das war definitiv falsch. Aber ich bin heil angekommen.

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Ein Mitarbeiter bringt uns in das Flughafengebäude, das kleiner ist als der halb abgerissene Stuttgarter Bahnhof, und schickt uns durch die Sicherheitskontrolle. Selbstverständlich piepse ich wieder. An den wartenden Gästen vorbei geht es auf das Rollfeld und in einem Minibus zum Flugzeug. Zur Propellermaschine. Der Kapitän begrüßt uns persönlich mit Handschlag. Dann nehmen wir Platz. Wir sechs. 5 Deutsche. Eine Schwedin. Kurze Sicherheitseinweisung und schon rollen wir. Auf der Startbahn wird gleich gestartet und nach wenigen Metern heben wir ab.

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Ich saß noch nie in so einer kleinen Maschine. Es ist laut. Und wir fliegen tief. Ich habe das Gefühl die Bäume fast zu streichen.

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Zumindest immer dann, wenn wir durch ein Luftloch hüpfen. Aber wir sind wahrscheinlich 100 Meter über dem Boden. Vor uns, neben uns und hinter uns ist alles grün. Und blau. Das Wasser. Das ist das Delta. Es ist lange nicht so blau wie ich es aus Dokumentationen kenne, aber ich habe die Eigenschaft in Afrika entwickelt überall im Trockenen zu reisen. Regenzeit? Nicht mit mir. Auch nicht im Okavango-Delta. Dennoch ist es schön mal wieder Wasser zu sehen. Nach all den trockenen Wüstenlandschaften in Namibia. Nicht Meerwasser. Süßwasser!

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Und da! Ein Elefant! Man ist der klein.

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Und dort Antilopen. Wie Spielzeugtiere. Lustig sehen sie aus. Aber wir fliegen so schnell an den Tieren vorbei, dass ich kein scharfes Bild machen kann. Bis meine Kamera scharf stellt, sind wir schon einen Kilometer weiter. Aber egal. Ich bin hier, um die Aussicht zu genießen. Und da! Flusspferde. Elefanten. Weitere Antilopen. Impalas. Gnus. Zebras? Ich bin mir nicht sicher.

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Mein Kopf fühlt sich komisch an. Diese kleine Propellermaschine ist definitiv nicht jedermanns Sache. Die Dame hinter mir macht Gebrauch von der Spucktüte. Ich konzentriere mich auf meine Atmung und genieße den Blick. Die Weite. Wahnsinn. So flach. So natürlich. Keine Spur von Menschen weit und breit.

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Nur Tierpfade.

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Wassermäander.

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Bäume. Wasserlöcher. Wiesen. Impalas. Flüsse. Elefanten.

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Gras. Hippos. Bäume. Oh sorry, Hippos sind Flusspferde. Da war mein Englisch wieder schneller als mein Deutsch.

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Daaa, ein Strauß! Sieht zumindest so aus. Und was ist mit den langen Beinen? Eine Giraffe! Die sieht auch aus der Ferne groß aus. Muss sich bücken, um an die Äste vom Baum heranzukommen. Majestätische Tiere. Dort ist noch eine. Und weitere Flusspferde. Beeindruckend. Wunderschön. Faszinierend. Wenn nur der Körper sich nicht so komisch anfühlen würde. Aber ich schaue einfach weiter in die Weite. Wir machen eine scharfe Kurve. Stehen schräg in der Luft. Unter mir Impalas.

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Ein paar größere Wasserstellen. Viele Tiere. Kurve. Himmel. Kurve. Saftiges Gras. Kurve. Ich sehe den Horizont. Flach. Grün. So fliegen wir dahin und es scheint kein Ende dieser Landschaft zu geben.

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Ein zwei kleine Deltadörfer entdecken wir aus der Luft. Kühe. Und die Natur.

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Doch da ist ja schon die Landebahn. Von weitem erkennt man Maun nicht als Stadt. So viele Bäume wie ursprünglich und die Häuser stehen weit auseinander. Die Stadt ist sehr auseinander gezogen. Angenehm. Ruhig. So wie die Landung. Wir sind da.

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Alle steigen etwas benebelt aus, aber mit festem Boden unter den Füßen und dem ersten Atemzug frischer Luft auf dem Rollfeld sind alle wieder fit.

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Und können freudig zurück blicken. Auf den Rundflug über das Okavango-Delta.

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