Immer noch Swakopmund – 26. März

Als ich gestern das Video vom Sandboarden abgeholt habe, habe ich das ok für heute bekommen. Es haben sich noch Leute angemeldet und so kann ich ein zweites Mal in die Dünen. Sogar zum halben Preis.
Am Abend kam noch ein Mann in mein Zimmer. Also in meinen Schlafsaal. Ein Neuseeländer. Und sie an, er hat sich auch zum Boarden angemeldet. So wurden wir gemeisam abgeholt und sind zusammen mit einer Spanierin, einem Australier und zwei weiteren Deutschen in die Dünen gefahren. Dort ging für mich dann alles ganz schnell. „Anne take your boots, helmet, board and you can walk up!“ Während die anderen also unten eingewiesen wurden, habe ich die Sachen gepackt und bin los. „Anne will walk up as the first person. So for you it will be easier, because you can walk in her steps.“ Na danke. So stapfe ich wieder die Düne hinauf. Die Spuren von gestern sind fast komplett verweht. Der Himmel ist wie gestern bedeckt und trüb. Aber der Sand perfekt. Das ist ein Vorteil am Sand. Die Beschaffenheit hängt nicht so sehr vom Wetter ab, wie der Schnee. Ob Sonne oder Wolken, Sand ist Sand. Es gibt nicht die Unterschiede in harsch, nass, schwer, Pulver und sonst was.
Und aaaaab. Die erste Abfahrt. Und danach gleich noch eine. Bevor die anderen überhaupt erst einmal oben angekommen sind. Ich liebe es. Als erste den Hang hinab fahren. Als erste eine Spur zu hinterzulassen. Und sie beim Hochlaufen zu bewundern.
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Der Unterschied zwischen Schnee und Sand? Schnee schmilzt. Sand klebt überall auf deiner Haut. Siehe mein Gesicht…

So vergeht auch dieser Vormittag wieder mit viel Sand und Sonne, die erneut nach einigen Stunden den Himmel erobert.
Beim Laydown boarden erreiche ich sogar die Tageshöchstgeschwindigkeit. 75km/h pro Stunde. Steve, der Mitarbeiter, meint ich habe sogar eine bessere Bahn als er getroffen. Als ob ich dabei irgendwas kontrollieren kann. Habe nur gemerkt, dass ich nach der Kante ziemlich lange geflogen bin. Hat aber Spaß gemacht!
Unten am Wagen angekommen bin ich platt. Völlig ausgelaugt. Steve meint nur „how many times did you walked up today? 10 times?“ Ich weiß es nicht. Es waren aber etliche Male. Fühlt sich an wie Hundert.
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Am Nachmittag habe ich einiges für den nächsten Tag erledigt und bin dann an der Tv-Lounge vorbeigegangen. „Hi guys, I go for a walk at the beach. Somebody wants to join me?“ Die beiden Männer, der Engländer und der Neuseeländer zögern kurz, kommen dann aber beide mit. Hiermit endet aber mein Gesprächsanteil. Ich hatte mich in den letzten Tagen mit beiden schon unterhalten. Aber die beiden untereinander nicht. Und so stellen sie jetzt fest, was ich schon wusste, dass sie ziemlich dieselbe Route durch Ostafrika genommen haben. Und so unterhalten sie sich über Hostels in Kigali, Busfahrten durch Tansania und unfreundliches Personal in Südafrika. Während ich zuhöre oder meinen eigenen Gedanken nachhänge. Das Meer beobachte. Den Sonnenuntergang bewundere. Die Atmosphäre genieße. Völlig entspannt. Gut gelaunt.
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„Let’s go for a beer to the Restaurant!“ schlägt Nick, der Neuseeländer vor. Ein Steg führt auf den Ozean hinaus und am Ende ist ein Restaurant platziert.
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Herrlicher Ort, um mit einem Bier die Sonne im Atlantik verschwinden zu sehen. Und die Flamingos in einer Reihe vor dem orange gefärbten Abendhimmel fliegen zu sehen. Wunderschöner Anblick. Die Langen Hälse und Beine dieser rosafarbenen Vögel scheinen vor diesem bunten Himmel einfach nur schwarz. Schwarz auf bunt. Wuuuuuuunderschön. Aber meins. Das ist ganz allein mein Bild. Heute habe ich leider kein Foto für euch. Denn das ist mein Moment. Gespeichert für alle Ewigkeit in meinem Kopf.
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Danach bekommen wir Hunger. Die Budgettraveller (ich muss zugeben, dass die beiden Männer mehr auf das Geld schauen als ich) essen nicht im Restaurant, sondern kochen selber. So gehen wir zurück in unsere Unterkunft und kochen. Jeder für sich. Denn jeder hat schon eingekauft. Getrennt kochen. Gemeinsam essen. Backpacker Style. Guten Appetit!
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