Eine Novelle

Angekommen in der Stadt suche ich eine Unterkunft. Gehe ich ins Schweizerhaus oder doch ins Deutsche Haus?
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Zur Auswahl steht auch noch das Hotel Prinzessin Rupprecht
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Und das Gasthaus „Grüner Kranz“. Die Entscheidung fällt mir nicht leicht. Ich lasse den Blick über die Insel Mainau schweifen
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Und biege in die Bismarck Straße ein.
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Ein Strandperle kommt mir entgegen.
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Im Autohaus wird mir der neue Golf präsentiert.
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Ich lande in der Stadtmitte
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Und trinke eine Tasse Kaffee im „Café Treffpunkt“.
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In der Buchhandlung gegenüber
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Läuft Udo Jürgens
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Während ich mich über Namibia informiere.
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Im Einkaufszentrum erfahre ich aus dem deutschen Radio über den Flugzeugabsturz in den Alpen.
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Im alten Amtsgericht nehmen sie meine Klage nicht entgegen
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Und schicken mich weiter ins Bezirksgericht.
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Auf dem Ankerplatz
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Frage ich mich was eine Klempnerei ist
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Und laufe über den Zebrastreifen, während die Autos warten.
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Beim Optiker bestelle ich neue Linsen
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Und sehe vor dem Kindergarten mehr Autos als Kinder.
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Den Hans frage ich, ob er auch Kleidung in gelb hat und, ob Khaki wirklich eine Farbe ist.
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Den Schulbasar suche ich in der Kühnast Straße, die auf meiner Karte nicht eingetragen ist.
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In der Kaiser Wilhelm Straße tauche ich in die Geschichte ein
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Und kann mich nicht entscheiden, ob ich einen Mozart-Bleistift oder doch einen Kugelschreiber kaufen soll.
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Im Brauhaus komme ich bei einem Bier zur Ruhe
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Und entscheide mich für einen neuen Haarschnitt.
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Vor der Muschel unterhalten sich zwei Frauen über ihre Männer
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Und wollen eine neue Lederjacke aus dem Laden gegenüber.
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Im Buchhaltungszentrum lasse ich meine Steuererklärung machen
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Und erhalte die Tabletten vom Lieferservice meiner Apotheke.
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In der italienischen Eisdiele kaufe ich ein Aprikoseneis
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Und frage mich seit wann Italiener Mohnkuchen und Schweineohren backen.
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Im Spar kaufe ich eine Butter für das Abendbrot
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Und nehme den nächsten Flug zurück
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Nach Namibia. Ins wirkliche Afrika.
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P.S.: Dies ist eine Fantasiegeschichte. Ich trinke keinen Kaffee, kaufe mir kein Auto und trage weder eine Brille noch Kontaktlinsen. Ich habe auch keine Klage eingereicht und schlucke keine Tabletten. Ich bin durch die Straßen in dieser Wüstenstadt gelaufen und da ist diese Geschichte in meinem Kopf entstanden. Ja, ich bin immer noch in Afrika. Die Bilder sind alle echt. Echte Aufnahmen aus Swakopmund. Auch das Letzte.

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4 Gedanken zu “Eine Novelle

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