Ohne Mietwagen geht hier nichts – 19. März

Es gibt Tage, da kommt man nicht voran. Man tritt auf der Stelle. Auch auf Reisen. Und das ist ziemlich deprimierend. So ein Tag war heute.
Mit dem australischen Pärchen, mit dem ich in der backpacker Unterkunft gelandet bin, wollen wir ein Auto mieten. Self drive Tour in den Etosha Nationalpark. Wir laufen durch die ruhige Stadt. Klein. Grün. Ruhig. Das ist Tsumeb. Und da ist Europcar.
image Tsumeb
Wir entscheiden uns ein Auto heute nachmittag um 14 Uhr zu mieten, so dass wir es morgen um 14 Uhr zurückbringen müssen. Der letzte freie Wagen. Abgemacht. Zurück in der Unterkunft schmieden wir Pläne. Für die nächsten 24 Stunden. Die nächsten Stunden mit eigenem Auto eben. Am Nachmittag können wir zum Meteorit fahren. Es ist der größte auf der Erde. Morgen früh geht es dann zur Self-drive-safari in den Nationalpark. In der Nacht mit dem Intercape nach Windhoek. Wir sind begeistert von unserem Plan.
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Mousebird backpackers
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Ehemalige deutsche Kolonie.
image Deutsche Regeln
Zurück vor dem Haus von Europcar. Geschlossen. Wir vermuten Mittagspause. Also suchen wir uns einen Platz zum Mittagessen. „Incredible lunch“ klingt gut. „We order drinks first please!“ „We son’t have drinks.“ Bitte was? Gar keine Getränke? Auch kein Wasser? Das ist auch in Afrika ungewohnt. Essensbestellung aufgegeben. „We don’t have your meal. We don’t have this and this and this. And we also do not have this and-“ Es reicht. Was habt ihr verfügbar? Was wäre eine Bestellung, bei der alle bestellten Gerichte lieferbar sind? Genau. Nicht in Afrika.
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Zurück bei Europcar. „We do have problem. Your car is not available. Somebody booked it 3 months ago!“ Und das fällt dir jetzt ein. Ist das dein Ernst? „I can’t do anything.“ Natürlich nicht. Die australische Frau flippt aus. Hui, das geht ab. Darf ich nur mal kurz? Sachlich fragen? Gibt es hier in Tsumeb eine andere Möglichkeit ein Auto zu mieten? NO. Ok und gibt es ein Büro, wo man Safaris in den Etosha Nationalpark machen kann? NO! Can you help us anyhow, to get into the nationalparc?“ NO! Danke für das Gespräch.
Deprimiert sitzen wir in unserer Unterkunft. Maryline liest aus ihrem Reiseführer vor „Tsumeb is the gateway to etosha nationalparc. You can rent there a car or book a safari.“ Was für eine Lüge. Wir hängen im langsamen WLAN und suchen nach Alternativen. Den ganzen Nachmittag. Nichts. Absolut nichts. Wie ist das möglich? In Moshi und Arusha laufen die Leute hinter dir, um eine Safari anzubieten und hier gibt es keine Möglichkeit dort hin zu gelangen? Unglaublich. Also den Bus in der Nacht nach Windhoek nehmen? Wir versuchen Intercape online zu buchen. Ausgebucht. Verdaaaammt. Und jetzt? Noch ein Tag hänge ich hier sicher nicht herum.
Wir laufen durch die Stadt auf der Suche nach der Busstation für die lokalen Busse. Und einer Simkarte. Busstation gefunden. Busse fahren los, wenn der Wagen voll ist. Simkarte gekauft. Zurück. Tim versucht bei Intercape anzurufen. Und kann tatsächlich noch 3 Plätze im Bus heute Nacht buchen. Na wenigstens das gelingt!
Abfahrt nach Windhoek: 20/03/2015 00:45 Uhr
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Antilopen-Gezellen
Das Geld verwirrt mich. Spricht man doch von Dollar. Muss man hier aber jetzt zwischen dem Namibian Dollar und dem US-Dollar entscheiden. 15N$ = 1US$

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