Safari Tag 1: Tarangire Nationalpark – 1. März

Um 6:30 Uhr steht der Wagen vorm Hostel. Ich bin die erste. In Arusha laden wir die anderen Gäste noch ein. Dabei ist ein Pärchen aus Spanien und ein Schotte, der oh Wunder, seit einem Jahr in Takoradi, Ghana, arbeitet. Und dann kommt noch eine Frau dazu.
„Hello, I’m Anne!“
„I’m Anico, you’re from Germany as I can can hear it!“
„How do you hear it?“
„The way you say Anne!“
Selbstverständlich hört sie das, wenn sie auch aus dem deutschsprachigen Raum kommt. Wienerin. Ebenfalls 22 Jahre alt. Interessante Gruppe.
image Die Straße in den Park.
So verlassen wir gegen 10 Uhr Arusha und fliegen an zahlreichen Vieh- und Schafherden vorbei. Die Landschaft wechselt mit jedem Wimpernschlag. Hügel. Sisalpflanzen. „Umbrella-trees“.  Massais mit Vieherden. Kleine Tümpel. Viiiele Viehherden. Termitenhügel. Wusstet ihr, dass eine Termitenkönigin bis zu 20 Jahre alt werden kann? Der Guide gibt uns sein Wissen weiter. Über alles. Auch über die Tsetsefliege. Wegen dem hohen Gras, das es zur Zeit gibt, schwirrt sie überall herum. Aber keine Angst, nur eine von 500 ist mit der Krankheit infiziert. Na das ist ja beruhigend. Kein Interesse an der Schlafkrankheit. Eine Minute später schwirrt die erste durch das Fahrzeug. 10 Minuten später haben wir die ersten Bisse. Na das kann ja was werden.
Der Fahrer fährt mit seiner Informationsflut fort. Dort vorne könnt ihr am Horizont das Rift-Valley sehen. Eine Gebirgskette zieht sich den Horizont entlang. Das Rift-Valley zieht sich von Nordafrika nach Süden und wird in vielen Millionen Jahren Ostafrika vom afrikanischen Kontinent trennen. Doch zum jetzigen Zeitpunkt ist einfach eine Gebirgskette mit einem tiefen Graben, der sich tausende von Kilometer weit durch Afrika zieht.
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Fragt nicht nach dem Namen, den habe ich selbstverständlich schon wieder vergessen. Schön ist er trotzdem.
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Unser Fahrzeug – noch fahrtüchtig.
image Ein Baobab (links).
Wir erreichen den Tarangire Nationalpark. Riesen Baobabs prägen das Landschaftsbild. Erwachsene Baobas sind im Schnitt 300 Jahre alt. Und dort Warzenschweine. Die ersten Tiere. Neben einigen Vögeln.
„On the right you can see an Impala!“
Wow, ganz nah! Und da, eine Herde Zebras.
„On the left far away ostrich (Strauße)! On the right a giraffe! On the left elephants.“
Und es geht wirklich Schlag auf Schlag. Drei Giraffen rechts. Ein Baby darunter. Links Elefanten unter einem Baum. Die Giraffe beobachtet uns. Wir fahren weiter. Bei einer Wildschweinfamilie bleiben wir wieder stehen. Auch zwei Affen sind am Boden. Einer spielt mit uns verstecken. Er versteckt sich hinter einem Baum. Nur der Kopf ist zu sehen.
imageZebras
image Giraffen
image Name vergessen
image Elefanten
image Warzenschweine
image Affen (Name vergessen)
image Vögel (Name vergessen)
image Von vorne nach hinten: Warzenschweine, Impalas, Zebras
image Natur
image Natur und Tiere
image Der Regenschirmbaum
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image Atemberaubende Landschaft.
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Wir fahren weiter. Elefanten so weit das Auge reicht. Ganz nah am Wagen und in der Ferne vor uns.
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image Zwei junge Elefanten am Spielen.
image Nach dem Schlammbad.
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Plötzlich geht ein Ruck durch die Herde. Die Elefanten rennen. Sieht aus, als würden sie vor etwas flüchten. Die sind verdammt schnell! „That’s why I would never run against an elephant!“ sagt der Schotte. Nein, sicher nicht. Aber wovor flüchten die? Löwen! Da vorne! Es dauert eine Weile bis wir den Löwen auch entdecken. Oder besser gesagt die beiden Löwinnen. Aber dann fahren wir sogar nah heran.
image Sie entfernen sich, jedoch nicht ganz.
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Auf einem Hügel befinden sich die beiden. Das Auto würgt ab. Wir stecken fest. Könnte ein schlechterer Ort sein, um stecken zu bleiben. Es ist still. Wo sind die Löwen? Ein Fauchen ist zu hören. Kurz darauf springt die eine aus dem Gebüsch. Mit der Beute im Maul. Die andere hinter ihr. Erneut kämpfen die beiden. Um die Beute. Faszinierendes Schauspiel.
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Wusstet ihr, dass eine ganze Elefantenherde unter einem Regenschirm Platz hat? Wenn nicht, seht es selbst. Die Herde unter dem „umbrella tree“.
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Nach einiger Weile beschließt unser Guide umzukehren, denn er kann die Safari nicht wie geplant fortführen. Problem mit der Kupplung. Wir lassen uns von einem anderen Wagen anschieben und verlassen den Park. Der Fahrer entschuldigt sich Hundert Mal. Aber ich grinse nur. Mit meiner Einstellung bin ich mal wieder gut gefahren. Nichts erwarten, dann kann man nicht enttäuscht werden. Man kann nur positiv überrascht werden. Und so ist es auch, trotz Wagenpanne. Hätte schlimmer kommen können. Eigentlich ist der Tarangire Nationalpark nur für seine große Elefantenpopulation bekannt. Wir haben aber schon zwei der Big Five gesehen. Elefanten und Löwen. Und Giraffen haben wir auch gesehen. Und einige Zebras und Strauße in der Ferne. Ich bin beeindruckt. Und sprachlos. Bei der zehnten Frage des Schotten, ob ich ein Bier will, sage ich zu. Er hat schon sein sechstes. Ungefähr. Ich trinke „Serengeti“. Schmeckt nicht schlecht. Vom Kilimajaro trinke ich das Wasser. Serengeti und Safari sind zwei gute Biersorten. Mit vielversprechenden Namen. Auf unseren ersten Safaritag Prost!
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In einem Dorf außerhalb des Parks wird der Wagen repariert.
image Massai
Eine Stunde später betreten wir wieder den Park. Elefanten überqueren direkt vor uns die Straße. Wir steuern geradewegs den Platz der Löwen zu. Und tatsächlich. Sie sind immer noch da. Immer noch am Essen. Jetzt kommt eine Elefantenherde an den Hügel heran. Mit einem ganz jungen Elefanten zwischen sich. Ein Elefant zeigt sich aggressiv. Der Guide sagt, dass wir ganz leise sein sollen, wenn die Elefanten kommen. Man hört nur das klicken der Kameras. Dann verstummt auch das. Man hört die Füße der Elefanten im Gras. Rascheln. Die Löwen stehen auf der Anhöhe. Die Elefanten zwischen uns und den Löwen. Wenige Meter vor dem Wagen. Beeindruckend. Auch ein wenig beängstigend. Trotz dem, dass ich im Wagen bin, komme ich mir plötzlich klein vor. Eine Spannung liegt in der Luft. Auch die Vögel sind für kurze Zeit stumm. Das Rascheln des Grases wird langsam leiser. Die Elefanten sind vorbei. Nur einer ist noch in unserer Nähe.  „We need to leave“ sagt der Guide. Ein aggressiver Elefant. Wir fahren einige Meter zurück. Ich drehe mich um. Ich drehe mich im Kreis. Überall Elefanten. Atemberaubend. Und die Landschaft. All diese Bäume. Diese Anhöhen. Trockenen Täler. Ich liebe es. In dem trockenen Flussbett läuft ein einsamer Löwe. Neben ihm Elefanten. Ungestört. Jetzt legt er sich hin. Der Löwe im Flussbett. Toll.
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Die Löwen, wir und dazwischen die Elefanten. Magischer Moment.
image Der Kleine im Schutz der Großen.
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Der Löwe im Flussbett. In unmittelbarer Nähe der Elefant.
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Unser Wagen scheint immer noch nicht in Ordnung zu sein, weshalb unser Fahrer beschließt in unser Camp zu fahren und den Wagen dort anständig zu reparieren, denn wenn uns so etwas morgen in der Serengeti passiert, sind wir aufgeschmissen. Dort ist alles weiter, einsamer und fern ab von jeglicher Zivilisation. Also verlassen wir den Park. Fahren erneut durch riesige Elefantenherden hindurch, winken den Giraffen zu und genießen die Natur. Aus dem Wagen sehen wir noch die Sonne im Lake Manyara versinken bevor wir im Camp in die Zelte verschwinden. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende.
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