Materuni Waterfalls – 28. Februar

Da ich nur eine Safari für Sonntag bekommen habe und heute, am Samstag, noch nichts vorhatte, habe ich das Angebot der Spanier angenommen. Mitzukommen zu dem Materuni waterfall.
So ging es heute morgen für mich mit 20 Spaniern und zwei Tansaniern los zu Busstation. Alle Damen in oberknappen Hotpants. So dass ich mich fremdschämen muss. Ja man sieht, dass ihr erstens nie alleine reist und zweitens nicht in der Kultur lebt.
An der Busstation warten wir eine Weile. Die beiden Einheimischen kümmern sich um ein Dalla-Dalla (lokale Busse) nur für uns. Dann heißt es einsteigen. Relativ zügig haben wir die Stadt verlassen und da ging es auch schon hoch in die Berge. Zunächst noch auf der Asphaltstraße, dann nur noch auf rotem Sand. Und die Straße führt geradewegs steil nach oben. Kurven werden überbewertet. So heult der Motor des Wagens laut auf. Um mich herum nur spanisch. Aber das stört mich nicht. Ich genieße den Blick auf den tropischen Regenwald. Auf die Bananenstauden. Und auf die Kaffeeplantagen. Nach einer guten halben Stunde sind wir da. Eintritt zahlen. Natürlich. Wie immer. Es ist doch nicht möglich zu einem Wasserfall zu laufen ohne etwas zu zahlen. Natürlich nicht. 5€ Eintritt. Aber nein, einen Guide brauchen wir nicht. Wir haben einen Tansanier dabei. Den nehmen wir als Guide.
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Und los geht’s. Auf schmalen Pfaden mit herrlichem Ausblick über die bewaldeten Höhen laufen wir dem Wasser entgegen. Mein Kopf fühlt sich komisch an. Kann das sein? Wir sind hier gerade mal auf 1300m. Aber ja, stimmt schon. Die Höhe ist mein Körper nicht mehr gewohnt. Die letzte Zeit war ich mehr oder weniger immer auf Meereshöhe. Auch Moshi liegt auf Meereshöhe. Dennoch laufe ich vorne mit dem „Guide“ mit. Ich atme die Luft tief ein und genieße den herrlichen Ausblick. Was für eine Geräuschkulisse. Keine Autos weit und breit zu hören.
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Ein Bach. Er plätschert dahin. So ein tolles Geräusch. Ein plätschernder Gebirgsbach.
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Ich genieße es. Es ist nicht zu heiß und auch nicht so schwül. Da vorne! Der Wasserfall zeigt sich zwischen den Bäumen. Schön. Ein Wasserfall hat immer etwas Magisches.
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Noch einige Meter sind zu gehen und dann sind wir am Wasser.
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So viele Kinder hier. 20. 30. Oder mehr. Was machen die hier alle? Ich schaue hinauf. An den Punkt, wo das Wasser in die Tiefe stürzt. Und schließe die Augen. Dieses wunderbare Geräusch. Kleine Wassertropfen kühlen meine Haut.
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Fotoshooting Zeit. Alle wollen auch mal drauf. Ein holländisches Pärchen geht ein Paar Schritte ins Wasser hinein. Kalt, ist das Wasser. Am Fuß des Kilimanjaro.
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Ich stelle mich ans Ufer und genieße das Wasser. Platsch. Platsch. Was ist das? Steine? Von wo kommen die? Ich schaue hoch und drehe mich um. Aaaah. Ich spüre einen Schlag auf dem Hinterkopf. Ist das gefährlich? Ich gehe zu den anderen, von denen niemand etwas mitbekommen hat. Sieht man was? „Ai, yes – are you okey?“ Ja, geht schon. Kleiner Schock, aber sonst alles gut. Hab ja Glück gehabt, dass es nicht meinen Kopf von oben getroffen hat. Etwas weiter weg schaue ich wieder nach oben. Ein paar weitere Steine fallen hinunter. Aber die haben keine natürliche Flugbahn. Ein Steinschlag sieht anders aus.
Der Guide meint später, dass es entweder Kinder waren oder der Mann sein kann, der uns entgegen kam und unser Guide sein wollte. Er hat ihm gesagt, dass wir niemand brauchen. Immer diese Guides. Für alles brauchen die einen Guide. Die können es sich gar nicht vorstellen, dass wir in den Alpen nur ohne Bergführer wandern. Aber Guide hin oder her. Handgroße Steine 150 Meter in die Tiefe zu werfen, wenn unten Menschen stehen, kann lebensgefährlich sein. Manche Menschen sind echt dumm. Was anderes fällt mir dazu nicht ein.
Und ich hatte mal wieder Glück. Auch, wenn eine Spanierin meinte, dass ich heute kein Glück habe. Ich sehe es als Glück. Die Wunde ist kleiner als die noch vorhandene von meinem Raketenzwischenfall. Von daher alles ok.
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Am Wasser weiter unten legen wir noch eine Pause für ein Mittagessen ein. Es fängt an zu tröpfeln. Aber es bleibt bei Tropfen.
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Danach geht es wieder auf den Rückweg. An den Hängen sehe ich vertrocknete Maisfelder. Es ist Trockenzeit. Aber wo die überall anbauen. Mitten im Wald. An steilen Hängen.
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Ich genieße nocheinmal den schönen Ausblick.
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Dann geht es wieder zurück nach Moshi. Es war ein schöner Ausflug. Auch wenn er sehr spanisch war.

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