Sklavenburg Cape coast castle – 9. Februar

Die Sklavenburg in Cape Coast gehört zu einer der größten Sklavenburgen der Welt. Hier konnten etwa 1300 Sklaven auf einmal festgehalten werden.
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In dem Museum konnte man sich über die Geschichte der Sklavenburg informieren.
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Ausblick über Cape Coast
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Innenhof der Burg
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Ihre Wurzeln liegen in Ghana.
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The male dungeon
5 Räume. Jeweils 10 Meter lang und 10 Meter breit. 100 Quadratmeter für 200 Männer. 1000 Männer auf engstem Raum. Winzige Löcher als Licht- und Luftzufuhr. Exkremente bedecken den Boden. Zeitweise bis 20 Zentimeter hoch. Heute läuft man auf den Ablagerungen der Exkremente der Sklaven. Sie haben eine 5 Zentimeter dicke, harte Schicht auf den Backsteinen erschaffen.
Bedrückende Stimmung. Stockfinster. Der Blitz meiner Kamera erhellt für einen Wimpernschlag der Raum. Er ist verdammt klein. Für 200 Leute. Auf dem Schiff nach Amerika waren Bedingungen noch schlechter? Geht das überhaupt? Die Männer wurden wie Sardinen gestapelt. Ok, es geht tatsächlich schlimmer.
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Über den Kerkern der Männer ist die erste Kirche Ghanas errichtet worden. Die Engländer, die die Burg geführt haben, haben über den Sklaven zu Gott gebetet. Schreckliche Vorstellung.
In der Burg wurden auch bis zu 300 Frauen festgehalten. Um die sexuellen Bedürfnisse der Burgherren zu befriedigen. Die daraus entstandenen Kinder besuchten die ersten Schulen Ghanas. Die ersten Schulen wurden nämlich in den Sklavenburgen errichtet.
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Am Ende des langen Ganges ging es für die Sklaven durch die Türe, die kein zurück ermöglicht. Dort mussten die Sklaven hindurch bevor sie auf sie Schiffe verladen wurden.
Heute wurde auf der anderen Seite der Tür ein Schild mit der Aufschrift „Door of return“ aufgehängt. Symbolisch. Die Sklaverei ist vorbei, deshalb dürfen alle Sklaven, beziehungsweise Nachfahren der Sklaven zurückkommen und ihre Wurzeln besuchen.
image Links: Door of return
Rechts auf dem Bild ist die einzige Originaltüre der Sklavenzeit in dieser Burg zu sehen. Sie ist über 300 Jahre alt. Dahinter verbirgt sich der Todesraum. Für die rebellischen Männer. Ein Raum ohne Fenster. Totale Finsternis. Keine Luft. Mein Atem wird schwer. Der Schweiß läuft an mir herunter. „After one day everybody dies in this room“. Mir läuft es kalt den Rücken herunter. Ich muss raus hier.
image Kunst in Ghana
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Der Blick aus der Burg auf andere Festungen und die Landschaft um die Sklavenburg herum.
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Verteidigung der Burg. Dicke Festungsmauern und zahlreiche Kanonen.
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Ein Denkmal welches der Chief der „central region“ errichten ließ. Kein menschliches Wesen soll jemals wieder solche Unmenschlichkeit anderen Menschen antun. Für unseren Guide ist Sklaverei aber noch nicht vorbei. Er sagt, wir haben immer noch Sklaverei im Land. Kinder arbeiten auf der Straße. Menschen werden über Monate hinweg nicht bezahlt. Beides ist eine Art von Sklaverei, meint er. Lass uns dagegen ankämpfen.
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Ich setze mich auf die Festungsmauer und schaue auf das Meer hinaus. In Gedanken bei den letzten Worten des Guides. Sklaverei ist noch nicht beendet.
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Bevor wir uns auf den Weg in Kakum Nationalpark machen, darf meine Kamera noch ein Gruppenfoto schießen.

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