Mit dem Rucksack auf dem Rücken die Westküste entlang – 29. Dezember

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Nach meinem Frühstück, bestehend aus Tee und einer Ananas, habe ich ein Taxi nach Akwidaa genommen. Über die nicht geteerte Straße sind wir durch einige kleine Dörfer durchgefahren.
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Mit dem Taxifahrer habe ich mich gut unterhalten.
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Angekommen in Akwidaa führt mich ein anderer Mann runter an den Strand. Zunächst laufen wir das Dorf hinunter an das Ufer.
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Dort laufen wir an der Brücke nach Old-Akwidaa vorbei bevor wir ein Stück durch den Wald laufen. Dann liegt eine wunderschöne kleine Bucht vor mir. Palmen säumen das Ufer.
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Sieht nach einem Resort aus. Ich schieße ein paar Bilder. „For which journal do you work for?“ Ich muss lachen. Nein, die Bilder sind nur für mich. Einige Franzosen sitzen um einen Tisch herum und haben mir diese Frage gestellt. Wusste nicht, dass ich so professionell aussehe. Mit dem Rucksack auf dem Rücken. Ich lege ihn in den Schatten eines großen Baumes und gehe ins Wasser. Einige Zeit verweile ich in der Bucht bevor ich weiterreise. Eine Frau fragt mich, ob ich keine Angst habe alleine zu reisen. Nein, nicht wirklich. Sie bewundert mich. Durch das Ufergestrüpp schlage ich mir einen Weg in die nächste Bucht. Wow. Gibt es eine Steigerung von atemberaubend?
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So sieht es auf jeden Fall aus. Ich ziehe meine Flipflops aus und laufe im Sand am Wasser entlang.
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Über einen weiteren kleinen Hügel gelange ich in die nächste Bucht. Dort liegt ein kleines Dorf. Kleine Hütten. Palmen dazwischen. Ich laufe vorbei.
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Am Ende vom Strand schaue ich in den Wald. Irgendwo muss es hier weitergehen. Ah da! Ich steige einen schmalen Pfad hinauf. Gar nicht so einfach in Flipflops. Aber es geht. Und mein Knie schmerzt. Habe es mir gestern beim Beachfußball Spielen geprellt. Die Jungs haben da nix gekannt. Keine Rücksicht auf Verluste. Passiert. Wird schon wieder.
Verdammt ist es heiß. Der Schweiß fließt nur so an mir hinunter. Ich hole meine Flasche aus der Seitentasche und verschnaufe kurz. Ein Kind steht unterhalb von mir und ruft „come“. Wieso soll ich zurücklaufen? Dann kommt ein Mann und erklärt mir, dass es auf diesem Weg nur zu einer Farm geht. Also laufe ich hinter ihm den Weg zurück und auf einem anderen Pfad tiefer in den Wald hinein. 10 Kinder folgen mir und kichern. Soviel zum Thema alleine reisen. Der Mann bringt mich zur Straße. Ach nee. Ich wollte doch an der Küste entlang. Wären bestimmt noch mehr Buchten gekommen. Naja vielleicht wäre es wirklich nicht weiter gegangen. Ich laufe also die Straße entlang. Die Sonne brennt. Mir kommen immer wieder Frauen und Männer entgegen, die Sachen auf dem Kopf transportieren. Ein Trotro fährt an mir vorbei und wenig später kommt es leer wieder zurück.
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Es ist verdammt heiß. Ich trinke mein Wasser leer. Ich folge dem Weg. Es geht auf und ab. Kurve nach links. Kurve nach rechts. Der Weg zieht sich. Ganz schön anstrengend. Da, ich höre das Meer wieder. Also die Wellen. Na endlich. Aber ich sehe nichts. Ich hole eine weitere Packung Wasser aus meinem Rucksack und fülle meine Flasche erneut auf. Gut, dass ich Akwidaa so viel Wasser gekauft habe. Ich entdecke ein Haus. Das muss die Unterkunft sein, oder? Wie gelange ich da hin. Einige Meter später entdecke ich einen abzweigenden Weg. Ich folge ihm. Naja, sieht verlassen aus. Ich laufe um das Haus herum und einige Treppen hinunter. Ich höre jemand. Weitere Häuser. Ein Mann erklärt sich bereit mir den Weg zu Escape three points, meiner Unterkunft, zu bringen. Er erklärt mir, dass dieses Gebäude eine Schule ist. Wir laufen weitere Treppen hinab.
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Hä, liegt da einfach eine Ananas? Kurz darauf sehe ich weitere. Ah, nein! Die wachsen hier! Ist ja fantastisch! Jetzt weiß ich wie die wachsen. Einige Meter noch und wir sind im Sand. Weitläufige Bucht. Eine einzelne Palme. Wow. Und dahinter liegt auch schon die Unterkunft. Dankeschön! Ich lege meinen Rucksack in Sand und renne erst mal ins Meer. Riesige Wellen! Solche habe ich hier noch nicht gesehen! Mich verspult es gleich mal.
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Eine Gruppe deutscher Volontäre kommt auch ins Meer. Es ist unglaublich auf wieviele Deutsche ich hier treffe. Gestern Abend habe ich eine Frau aus Estland kennengelernt. Sie ist aber gerade erst angereist. War toll mal jemand aus einem anderen Land zu treffen.
In der Anlage erklärt mir eine Frau, dass nur noch ein Schlafplatz im Schlafsaal frei ist. Perfekt. Den nehme ich!
Es ist eine kleine Holzhütte mit Stockbetten. Ich stelle meinen Rucksack ab und gehe wieder ins Meer. Dansch laufe ich noch am Strand entlang. Jetzt spüre ich aber den Tag. Die Fußsohlen schmerzen, der Körper ist müde.
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Auf einer gepolsterten Liege unter einer Palme beobachte ich jetzt den Sonnenuntergang. Und die Wellen, die auf den Felsen brechen.
Später habe ich nach langem mal wieder das Zusammensein in einer Gruppe genossen. Wieso? Weil wir so eine bunt gemischte Truppe waren! Zwei Canadier, eine Amerikanerin, eine Lettin, eine Holländerin, ein Italiener, ein Inder, ein Deutscher und ich.

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Veröffentlicht in Ghana

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