Enjoying life at the beach – 5. Dezember

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Ich sitze hier auf der Terasse, blicke auf das Meer, lausche dem Wellenrauschen und schlürfe aus einer Kokosnuss. Ich fühle mich kaputt aber gleichzeitig auch befreit.
Zwei wunderschöne Tage liegen hinter mir. Ich bin vor allem seelisch zur Ruhe gekommen, während ich körperlich ziemlich aktiv war. Joggen, schwimmen, surfen, Beachvolleyball spielen – das volle Programm!
Ich blicke zurück.
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Es ist 6 Uhr und ich jogge am Strand entlang. Der Himmel ist bedeckt. Am anderen Ende des Strandes sieht es aus als würde es regnen. Ich laufe an Rabea vorbei. Die ersten Tropfen fallen auf meine Haut. Ich renne weiter. Der Regen peitscht mir ins Gesicht. Die Luft ist stickig. Eine Welle hat mich überrascht. Meine Joggingschuhe sind jetzt von oben und von unten nass. Ich bin am Ende vom Strand und drehe um. Die Luft wird angenehmer. Ich spüre langsam die Nachwirkungen vom Tag zuvor. 2 Monate keinen Sport und dann gestern 1/2 Stunde joggen, 1 Stunde schwimmen und über 3 Stunden mich mit dem Surfbrett in die Wellen geschmissen. Ja mein Körper hat das gespürt. Meine Muskeln schmerzen. Aber bis zur Anlage zurück schaffe ich es!
Da bin ich auch schon. Ich ziehe mein Top, meine Hose und die Schuhe aus. Jetzt ins Meer sonst friere ich. Es ist ziemlich dunkel geworden. Wow, ist das Wasser warm. Ich kämpfe mich durch die Wellen. Verdammt sind die hoch! Kann ich da wirklich schwimmen? Also richtig schwimmen? Ich kämpfe mich weit hinaus. Dort wo keine Wellen mehr brechen und schwimme los.
Salz auf den Lippen. Regen tropft von meinen Haaren ins Gesicht.
Habe ich schon mal gesagt, dass ich schwimmen liebe? Schwimmen im Meer! Ich liebe es das Salz auf meiner Haut zu spüren. Auch jetzt liebe ich es. Es regnet in Strömen. Auf dem Wasser spritzt der Regen hoch. Ich schwimme im Auf und Ab der Wellen. Ich gehe überall im Meer schwimmen. Aber ich war noch nie irgendwo mit so hohen Wellen schwimmen. Ich stelle fest: es geht! Der Regen stört mich auch nicht, wenn ich den Wind im Rücken habe. Ich schwimme parallel zum Strand. Der Strand ist weit weg. Auf der anderen Seite das offene Meer. Da ein einsamer Fischer mit seinem Boot. Solange der weiter draußen ist als ich, ist alles noch in Ordnung. Ich schwimme noch eine Weile bis ich mich durch die brechenden Wellen zurück an Strand kämpfe. Man ist es kalt. Ich setze mich auf die Terasse und blicke hinaus aufs Meer. Aus Regenwasser und Meerwasser wird eins. Mir wird kalt.
Rabea kommt angelaufen. Triefendnass. „Naa, bisschen nass geworden?“ „Nee, eigentlich gar nicht! Du?“ Scherzen wir miteinander. Sie zieht ihre nassen Klamotten aus und fragt mich, ob ich mit ihr nochmal ins Meer komme. Natürlich, was soll ich sonst machen.
Während wir uns in die Wellen schmeißen und unseren Spaß haben, lässt der Regen nach bis er schließlich aufhört.
Später, als wir zurück in unsere Hütte gehen, erfahren wir, dass es drinnen nass geworden ist. Somit hat sich meine Frage geklärt, wie die Strohhütten Wasser abweisen. Gar nicht. Zumindest sind sie nicht so sehr wasserdicht, dass unsere Sachen nach einem 2-stündigen Regen trocken sind. Egal, es gibt Schlimmeres. Die Wertsachen hat es nicht erwischt.

Im Laufe des Vormittags sind wir noch durch das Dorf gelaufen und haben die entspannte Atmosphäre genossen. In dem Moment habe ich beschlossen zurückzukommen. Nach Busua. An meinem Geburtstag. Lange habe ich einen geeigneten Ort dafür gesucht. Jetzt habebuch ihn gefunden.
Mittags ist die Sonne schon wieder mit ihrer vollen Kraft dagewesen und ich habe noch eine Stunde in den Wellen mit dem Surfbrett gekämpft. Danach war ich wirklich platt.
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Dann waren da aber diese beiden deutschen Jungs. So sahen sie zumindest aus. Ja, irgendwie erkenntnman Deutsche am Aussehen. Sie waren am Strand. Mit einem Volleyball. Ein Beachvolleyball in Afrika. Wie geil ist das? Entschuldigt bitte meine Wortwahl, aber ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie ich mich gefreut habe. Kaum stand ich neben ihnen, ist der Ball auch schon zu mir geflogen.
Wie ich es vermisst habe. Meinen Sport. Mein geliebtes Handball. Volleyball. Einen Ball in der Hand zu haben. Einfach alles. Meine Handballmädels. Die Spiele am Wochenende. Und alles was dazugehört. Jetzt tut es einfach nur gut einen Ball fliegen zu lassen. Und mich zu bewegen. Mich in den Sand zu werfen.
Es kommen noch mehr Deutsche dazu und wir rennen über bden Strand. Auch ein Ghanaer spielt mit. Und ja er kann gut Volleyball spielen.
Am Ende ist die Sonne schon lange untergegangen und ich sehe aus wie ein Schnitzel. Paniertes Schnitzel. Voller Sand. Ich werfe mich ein letztes Mal in die Wellen bevor ich zurück zu meinen Schweizerinnen gehe. Ich bin glücklich.
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Aber falle am Abend todmüde ins Bett.

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