Wochenendausflug nach Kumasi – 1.+2. November

Die nächstgrößere Stadt von meinem neuen zu hause ist Kumasi. Es ist eine 1,5 Millionen Einwohner Stadt, die wie jede Großstadt Ghanas ein Verkehrsproblem hat. Zu viele Autos. Zu viele Menschen auf den Straßen.

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Für alle, die ein großes Fragezeichen auf der Stirn haben, wenn ich von einem Trotro spreche. Das ist ein Trotro. Ein Kleinwagen mit 15 bis 22 Sitzplätzen. Trotros sind das günstigste Verkehrsmittel in Ghana.

Nach Kumasi bin ich jetzt schon einige male gefahren und kenne den Weg mit dem Trotro über die bewaldeten Hügel des Ashanti-Hochlands. Wir einigten uns darauf als erstes in einen Supermarkt zu gehen.
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Wir steigen aus dem Taxi aus und bleiben nach 5 Metern stehen. Ist das wahr? Sorry aber ich werde mich definitiv nicht in die Schlange stellen, um in einen Supermarkt zu gehen. Und nun? Wo sind wir. Bis jetzt waren nur Tamara und Rabea in dem Supermarkt einmal gewesen, aber mein Orientierungssinn ist definitiv besser. Den Turm da kenne ich, mir nach. Tamara fragt mich, ob ich mir sicher bin. Selbstverständlich. Aber das sind private Gärten meint sie. Was für Gärten. So was gibt es hier nicht. Wir laufen auf roter Erde. Ein Garten ist für mich grün. Wir sind schon richtig. Ich kaufe eine frische Kokosnuss. Geschält. Die ist soo lecker. Da schau da ist die Straße, die wir kennen. Stimmt. Leider haben alle Stände geschlossen, also nehmen wir doch ein Taxi, das uns zum Zentralmarkt fahren soll. Zentralmarkt deshalb, weil am Samstag quasi in der ganzen Stadt Märkte sind. Und sowieso überall die Frauen ihre Früchte auf dem Boden ausbreiten und zum Verkauf anbieten. Wir steigen aus. Wo ist der Markt. Der Taxifahrer zeigt in eine Gasse. Ich sehe nur Menschenmassen. Und Millionen von Schüsseln auf den Köpfen der Menschen. Wir quetschen uns hinein. Ah wieso kommt da ein Auto? Wie soll das hier durch. Ok es geht. Alle machen Platz. Oben wird es relativ eng. Zu viele Sachen auf den Köpfen. Da schon wieder ein Auto. Der Platz zwischen den Ständen beträgt kaum 2 Meter und ist eigentlich mit Menschen gefüllt. Aber das Auto kommt durch. Langsam, aber es fährt. Iih es stinkt nach Fisch. Links von mir überall Fisch. Frischer Fisch. Glaube ich zumindest. Denn rechts von mir ist der schwarze Fisch. Also gegrillter Fisch. Überall Fisch in der prallen Sonne. Kein Wunder, dass hier wieder Cholera ausgebrochen ist. Ich drehe mich um und frage Tamara, ob noch alles in Ordnung ist. Sie antwortet „ja, aber es berühren mich so viele Menschen“. Blöd. Wir laufen weiter. Jetzt wird der Platz weiter.
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Endlich wieder durchatmen. Soo viele verschiedene Waren. Paprika. Tomaten. Eier. Fisch. Yam. Gewürze. Fisch. Klopapier. Fisch. Stoffe. Viele bunte Stoffe. Und wieder eine Frau am Boden, die mir einen schwarzen Fisch für einen Cedi anbietet. Nein danke. Aber die Stoffe sind toll. So einen will ich. Bitte für ein Kleid zuschneiden. Danke. Wir laufen weiter. Ich kaufe noch eine Seife. Die bekommt unsere Waschfrau nächsten Samstag für meine Kleidung. Sie verwendet immer sehr viel Seife. Deshalb schneide ich ihr jetzt jedes Mal ein Stück für meine Wäsche zurecht. Denn so viel habe ich nicht zum Waschen. Wir sind durch. Also einen Weg vom Markt durchgelaufen. Uns reicht es für heute. Es ist heiß und der Marsch war anstrengend. Gehen wir jetzt an den Pool? Aber so was von. Ich frage einen Taxifahrer, ob er das Hotel kennt. Ja 25 Cedi. Sicher nicht. Ich sage 15. Er 20. Ich drehe mich um. Tamara will ein anderes Taxi. Ich frage den Fahrer ein letztes Mal, 15 Cedi (fast 4€)? Er stimmt zu und wir fahren los. Zunächst durch die bekannten Straßen Kumasis, doch dann werden die Straßen leerer und die Gegend grüner. Ein nobles Viertel. Wir fahren durch ein Tor und kommen unter einem Dach zum Stehen. Ein Mann öffnet meine Tür. Hilfe stop. Ich bin überfordert. Ich muss noch zahlen. Ich gebe dem Fahrer das Geld und steige aus. Oh mein Gott. So ein Luxus. Mitten in Afrika. Was für ein Hotel. Nein hier schlafen wir nicht. Wir verbringen nur den restlichen Tag am Pool. Für umgerechnet 5€. Es ist ein sehr sauberer Pool. Ich liege auf einer Liege und die Sonne brennt auf meinen Rücken. Vor mir ein Meer aus Palmen. Hinter mir der Pool. Entspannen. Jetzt wird nur noch entspannt.

wpid-img_6104.jpg Abendessen im 4-Sterne-Hotel

wpid-img_6107.jpg Abendstimmung am Pool

wpid-img_6100-1.jpg Palmenmeer

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Veröffentlicht in Ghana

4 Gedanken zu “Wochenendausflug nach Kumasi – 1.+2. November

  1. Hallo Anne,
    Danke für deine Karte. Das war wirklich nett von dir.
    Heide hat mir deine Blog-adresse gegeben, damit ich das lesen kann. Das ist wunderbar.
    Ich denke, dass du eine einzigartige Erfahrung bekommst.
    Ich wünsche dir weiter viel Spaß und warte auf deine zukünftigen Berichten!
    Liebe Grüße
    Arianne

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  2. Merci Anne pour ta carte et de nous associer ainsi à ton aventure. Les enfants étaient étonnés de voir un paysage si vert avec des palmiers. Élise (qui a perdu sa première dent hier) et Laetitia trouvent les bébés „trop mignons“.
    Bises
    Jeff, Agnès, Laetitia, Émilien, Élise.

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    1. Moi je suis aussi souvent étonnée de voir cette paysage si vert. Mais c’est merveilleu! Les bébés sont vraiment mignons. Je suis heureuse d’entents cette nouvelle d’Élise!
      Donne des bises à tous
      Anne

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